Bahnfahren im Hafturlaub: Häftling muss wegen Schwarzfahrens länger sitzen
BOCHUM Wegen Drogenhandels sitzt er im Gefängnis. Während eines Hafturlaubs wurde er zum Schwarzfahrer und muss nun noch länger hinter Gitter. Ein 25-jähriger Gärtner, der in der JVA Langendreer inhaftiert ist, musste sich am Mittwoch wegen des Erschleichens von Leistungen am Amtsgericht Unna verantworten.
- Arbeitsunfall beim Bochumer Verein 24-Jähriger in Transportwagen eingeklemmt
- Steven Sloane machte die Jahrhunderthalle zur doppelten Kathedrale Brücken von Bach nach Israel
- "Cyrano de Bergerac" Rohde hat die Nase vorn
- Bösch inszeniert "Die Ratten" Drama im Fantasie-Milieu
- Street-Artisten-Show Urbanatix trotzt der Schwerkraft
Zehn Vorstrafen
Angesichts von zehn Vorstrafen wollte die junge Staatsanwältin dem Mann keine günstige Prognose für die Zukunft mehr ausstellen und beantragte fünf weitere Monate Gefängnis. „Ich habe im April zwei Drittel meiner Strafe abgesessen und hoffe dann darauf, entlassen zu werden“, sagte der 25-Jährige, „ich würde mich freuen, wenn ich dann eine Geldstrafe zahlen könnte und nicht länger ins Gefängnis muss.“
Diesen Gefallen wollte ihm der Richter nicht tun. „Neue Straftaten zu begehen, während man im Gefängnis sitzt, ist so ziemlich das dümmste, was man tun kann“, sagte Richter Manuel Ginzel. Er verurteilte den Mann wegen der drei Schwarzfahrten zu drei Monaten Gefängnis. Diese wird er wohl direkt mit absitzen müssen.
In Handschellen abgeführt
„Damit bin ich schon am untersten Ende des Strafmaßes geblieben und habe beide Augen zugedrückt“, sagte der Richter. In Handschellen wurde der 25-Jährige zurück in die Zelle im Gericht gebracht.

























