Gruß aus Bochum: Industrie und Idylle im Ruhrtal
BOCHUM Während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts siedelte sich der Großteil der Bochumer Industrie – vor allem die Bergwerke – im Norden der Stadt an. Im Gegensatz dazu entwickelte sich Dahlhausen zu einem der wenigen industriellen Vororte im Süden.
Ansichtskarte mt vier Motiven aus Dahlhausen, wie es um 1955 aussah. (Repro: Frank Dengler)
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Ganz unterschiedliche Eindrücke aus Dahlhausen vermittelt die Vierbild-Ansichtskarte aus der Zeit um 1955. Neben einer Ortsansicht mit den Schornsteinen von Dr.-C.-Otto im Hintergrund ist der Bahnhof abgebildet. Es handelt sich um das dritte Stationsgebäude nach einem Provisorium von 1870 und einem 1875 errichteten Nachfolger und wurde zwischen 1913 und 1916 im so genannten „Bergischen Heimatstil“ errichtet.
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- Teil 90Blasmusik im Bürgerhaus
Idyllischer Blick ins Ruhrtal
Links unten auf der Karte ist die am Ufer der Ruhr gelegene Zeche Vereinigte Dahlhauser Tiefbau zu sehen. Obwohl sie schon über umfangreiche Tagesanlagen verfügte, hatte sie zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht ihren letzten Ausbauzustand erreicht. Das Fördergerüst über Schacht 2 wurde 1959 nämlich durch eine Turmfördermaschine ersetzt, die mehr als doppelt so hoch war. Heute, 40 Jahre nach dem Abbruch der letzten Zechengebäude, erinnert nur noch eine Infotafel des Bergbauwanderwegs an der Kurve der Lewacker Straße an die einst imposante Anlage.
Das vierte Foto auf der Karte wurde von der Terrasse des Ausflugslokals Horkenstein aufgenommen (siehe Folge 70 unserer Serie im Internet) und zeigt einen idyllischen Blick ins Ruhrtal. Diese Aussicht mit der Pontonbrücke im Hintergrund kann noch immer nachvollzogen werden – allerdings nur zwischen Spätherbst und März, wenn das Laub der inzwischen gewachsenen Bäume nicht die Sicht verdeckt. Ein Ausflug zu den Motiven der Ansichtskarte bietet sich bei schönem Wetter dieser Tage geradezu an.
























