Konsequenz in "NPD-Affäre": Jugendleiter der DJK Wattenscheid zurückgetreten
BOCHUM Die NPD-Problematik bei der DJK Wattenscheid hat zu weiteren personellen Konsequenzen geführt: Maik Posmyk, Jugendleiter der DJK Wattenscheid, teilte am Donnerstag mit, dass er mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurücktritt.
Thomas Harder (Foto: Archiv)
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"Es ist meiner Meinung nach der einzige richtige Schritt", erklärte Posmyk im Gespräch mit unserer Zeitung. "Ich habe einen Fehler gemacht und nicht genau hingesehen. Man kann dieses Thema nicht nur nach den Satzungen behandeln, man muss in diesem Fall auch die moralischen Werte in den Vordergrund rücken. Und", so fügte Posmyk hinzu, "dann muss man einen Arsch in der Hose haben und die Konsequenzen ziehen."
Vier-Augen-Gespräch
Einfluss genommen haben auf diese Entscheidung dürfte ein Gespräch, das Maik Posmyk am Mittwochabend vor Beginn der Jugend-Arbeitstagung des Fußballkreises mit dem Vorsitzenden des Kreisjugendausschusses, Thomas Harder, führte.
Harder bestätigte gegenüber unserer Zeitung eine kurze Unterredung unter vier Augen, in der er Posmyk auf die moralische Bedeutung dieses Falles hingewiesen habe.
Planung und Spielbetrieb
Im Rahmen der Arbeitstagung, die am Mittwochabend in der Aula des Schulzentrums Gerthe stattfand, sei das Thema nicht weiter behandelt worden, erklärte Thomas Harder. "Da ging es im weiteren Verlauf um die Planung und den Spielbetrieb in der bevorstehenden Saison."
Grundsätzlich jedoch, kündigte Harder an, werde sich der Kreisjugendausschuss und vermutlich auch der Kreisvorstand schon in Kürze mit diesem Thema eingehend befassen müssen.
Führungszeugnis
"Wir müssen darüber reden, wie wir in Zukunft mit diesen Problematiken umgehen wollen", schilderte Harder. Und dabei müsse man auch darüber diskutieren, ob man zukünftig von Jugendtrainern und -betreuern das Vorlegen eines Führungszeugnisses verlange.

























