Tabea Zimmermann: Kritik an Jeki: "Konzept fehlt"
BOCHUM. Als das Projekt "Jedem Kind ein Instrument" startete, setzte sich Tabea Zimmermann sehr dafür ein, wurde Mitglied im Kuratorium der Stiftung. Inzwischen hat sie sich fast völlig zurück gezogen. "Ein heikles Thema" sagt sie, "ich habe versucht, auf Probleme hinzuweisen, und mehr Qualität in das Programm zu kriegen".
Bratschistin Tabea Zimmermann kritisiert "Jeki". (Foto: Borggreve)
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Der Titel des Films über das Jeki-Projekt sagt es für sie treffend: "Ein Jahr mit vier Tönen". Sie kritisiert, "dass man so wenig lernt in einem Jahr. So wenig sollte man Kindern nicht zutrauen." Und sagt: "Wir versündigen uns an tausenden von Kindern."
Mit der Ausdehnung des Modells auf das Ruhrgebiet unter der Decke von Ruhr.2010 kam der Geldsegen, und "das Nichtkonzept wurde auf vier Jahre ausgeweitet". Zimmermann beklagt, dass falsche Grundlagen gelehrt würden, um gemeinsames Musizieren um jeden Preis zu erreichen. Musiklehrer, dafür ausgebildet, maximal drei Kinder in Gruppen zu unterrichten, stünden sieben Kindern gegenüber oder müssten auf mehrere Instrumente eingehen.
Materialsammlung erwünscht
"Die Musikschullehrer sind sehr engagiert", betont sie, "aber sie kriegen keine Hilfe". Zimmermann vermisst gute Sammlungen mit Material - welche Stücke für welche Instrumente geeignet sind.
Jeki hat für sie noch einen zweiten Haken. Der Kernbereich der Musikschule schrumpfe zugunsten von Jeki. Wenn die Kinder nach vier Jahren weiter machen wollen, fänden sie unter Umständen kein weiter gehendes Angebot. "Jeki muss die Musikschulen stärken, nicht schwächen." Zimmermann setzt auf die erneute Ausweitung auf das ganze Bundesland. Sie kennt einige Pläne: "Ich hoffe auf Verbesserungen."

























