Bahnhof Langendreer: Kurzarbeit ist Reaktion auf Haushaltskürzung
LANGENDREER Der Bahnhof Langendreer fährt seit diesem Monat Kurzarbeit. Das ist die Reaktion der Mitarbeiter auf die Haushaltskürzungen der Stadt.
Der "Bahnhof Langendreer", ein Kultur- und Veranstaltungszentrum in Bochum, aufgenommen am Abend des 03.11.2009. +++ Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum, Presseamt (Lutz Leitmann (Stadt Bochum, Presseamt))
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"Denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben", betont Gerd Spieckermann für den Bahnhof Langendreer.
15 Prozent Umsatzrückgang
Das betriebswirtschaftliche Risiko sei zu groß, sagte er gestern. Schließlich weiß man nicht, ob 2010 weitere Kürzungen auf den Bahnhof Langendreer zu kommen.
"Der Bahnhof sieht keine Möglichkeit, 34 000 Euro in 2010 aufzufangen. Bereits jetzt sind bei uns durch die wirtschaftliche Krise Besucher- und Umsatzrückgänge spürbar, die sich im nächsten, im Kulturhauptstadtjahr, auch durch ein nochmals wachsendes Angebot, weiter verschärfen werden". 15 Prozent beträgt der Umsatzrückgang in diesem Jahr, so Spieckermann.
Bei einer vollen Stelle bedeutet das netto 250 Euro weniger im Monat auf dem Konto. Außerdem werden zwei Auszubildende und 60 Aushilfen beschäftigt, die von den Kürzungen nicht betroffen sind. Kürzung des Angebots Für die Besucher wird sich bis Jahresende noch nicht viel ändern, da die meisten Verträge für Veranstaltungen schon geschlossen wurden.
Dann aber heißt es: Weniger Veranstaltungen, weniger Kinoprogramm, weniger Service, eingeschränkte Erreichbarkeit, reduzierte Planung für die nächsten Monate.
Schwierige Zukunft
Die Programmgestaltung wird immer schwieriger für eines der wichtigsten Kulturzentren im Ruhrgebiet. "Wir können ja nicht immer nur Dieter Nuhr oder Herbert Knebel in den RuhrCongress holen", verweist Spieckermann darauf, dass viele Konzerte, Kabarettveranstaltungen oder auch politische Veranstaltungen ein reines Zuschussgeschäft sind.
Sich das zu leisten, ist nach wie vor das Programm des Kulturzentrums, wird aber immer schwieriger.
Spieckermann erläutert: "Schon jetzt unzureichend geförderte freie Kultureinrichtungen werden durch die Beschlüsse zur Haushaltskonsolidierung spätestens ab 2013 an den Rand des Existenzminimums (und auch darüber hinaus) getrieben."

























