Konzert : Luxuslärm brechen jedes Gesetz
BOCHUM Ungewöhnlich war das Konzert der Band Luxuslärm am Donnerstag in der ausverkauften Christuskirche. Das Publikum saß brav auf den Kirchenbänken, bei der Musik ging es ruhiger zu. Die Rock-Band tourt gerade unter dem Titel "Gegen jedes Gesetz".
Sängerin "Jini" hat sichtlich Spaß daran, ihre Songs mal ganz anders zu performen. (Foto: Ines Eckermann)
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Ihre Musik ist zwar laut, aber auf dieser Tour wollen die fünf Musiker ganz ohne elektrische Gitarren auskommen und akustisch spielen. „Eine komplette Akustiktour ist untypisch für eine Rockband“, erklärt Managerin Jana Crämer die Idee hinter dem Tourtitel.
Und auch das zweite Gesetz brechen sie ganz bewusst: Die etwa 600 Zuhörer tanzen nicht etwa wild durch die Gegend - sie sitzen brav auf ihren Plätzen. Und das zu allem Überfluss auch noch auf den harten Bänken einer Kirche.
Ohne technische Hilfsmittel
Doch trotz - oder gerade wegen - dieser gegen das Gesetz des Rock-Devise ist die Veranstaltung am Freitagabend komplett ausverkauft. Luxuslärm spielen Lieder aus ihren beiden Alben - ohne technische Hilfsmittel.
Auf der Leinwand hinter der Bühne zeigen sie Fotos, die ihre Fans geschickt haben und zeigen so ihre Verbundenheit mit ihren Fans. „Wir freuen uns, dass so viele Menschen zu unseren Konzerten kommen, das ist nicht selbstverständlich“, ruft Meyer ihrem Publikum zu.
Luxuslärm wissen, wem sie ihren Erfolg zu verdanken haben und den teilen sie gerne mit ihren Fans: „Wir sind nominiert für den Echo 2011. Dass wir das nicht gewinnen können, ist klar, aber dabei zu sein ist klasse“ - sehr olympisch von Janine „jini“ Meyer.
„Es geht ja nach Verkaufszahlen und Lena Meyer-Landrut ist auch nominiert, da wird das wohl eher nichts“, schätzt Crämer vor dem Konzert die Chancen der Band auf einen Echo ein.
Stimmung kocht
Doch die Euphorie - mit oder ohne Chancen auf einen Echo - steckt die Zuhörer an. Die Stimmung kocht, und schließlich hält es die Fans doch nicht auf den Plätzen, und alle tanzen zwischen den Sitzbänken der Christuskirche.
Handys und Knicklichter leuchten durch das Halbdunkel. Mit zahlreichen Gitarren- und Klaviersoli beweisen die vier Musiker um Sängerin „Jini“, dass sie echt was auf dem Kasten haben - auch wenn ihre Instrumente nicht unter Strom stehen.

























