Ruhr-Park: Management will Einkaufspark für 80 Millionen umbauen
BOCHUM Futuristisch. Viel Licht. Eine Art Stadiondach und zweistöckige Schaufensterfassaden. Mit sehr konkreten Plänen überraschten die Männer des neuen Ruhr-Park-Managements mfi den Stadtentwicklungsausschuss. Der Umbau des Einkaufsparks wird demnach gewaltig. Die Politik sorgt sich derweil um die Bochumer Innenstadt.
So soll der neue Ruhr-Park aussehen. Rechts die neue Arkadenfassade der Geschäfte, links das beleuchtete Membran-Dach. (Foto: mfi)
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Es ist erst der Anfang. „So wie er jetzt ist, ist der Ruhr-Park nicht mehr zukunftsfähig“, sagt Christof Glatzel, Vorstand bei der Managementfirma mfi.
Die Eckpunkte seiner Vision für ein modernes Einkaufszentrum:
- Das in die Jahre gekommene Uni-Polster-Haus direkt an der Hauptzufahrt zum Ruhr-Park wird abgerissen. Hier entstehen Parkplätze.
- Die verlorene Verkaufsfläche wird durch einen Neubau an der Südseite ersetzt. Dadurch entstehen zwei Rundwege. „Wir haben bislang im Ruhr-Park zu viele Sackgassen“, sagt Architekt Michel Maas.
- Die Fressmeile „Via Bartolo“ wird durch eine Dachterrasse, die sich ins südliche Grün hin öffnet, erweitert.
- Die Geschäfte - bislang eingeschossig - sollen mit einer zwei Stockwerke hohen Arkaden-Fassade verkleidet werden. Der Komplex innerhalb des Rundweges wird mit einem geschwungenen Membran-Dach versehen und aufwendig illuminiert. Er steht im Kontrast zur gegenüberliegenden Kastenarchitektur.
- „Das wichtiges Merkmal des Ruhr-Parks bleibt erhalten“, verspricht Christof Glatzel. Er meint das Zelt. Der weithin sichtbare, gelbe Kegel soll noch einige Meter in die Höhe wachsen und „theatralisch beleuchtet“ werden.
- Bereits im Sommer will mfi mit dem Abriss der Gebäude 3 und 5 („Toys R Us“ / „Extra-Markt“) beginnen, anschließend den Innenbereich gestalten. 2013 soll die Ladenreihe im Süden gebaut werden. Die Verkaufsfläche bleibt dabei konstant. „Der Ruhrpark soll nicht vergrößert, aber neu geordnet werden“, sagt Glatzel.
Angst vor der Konkurrenz
Das kommt nicht gut an bei der Politik. Trotz „eindrucksvoller Bilder“ (Dieter Fleskes/SPD), einem schick beleuchteten Modell und Unmengen partnerschaftlicher Worte des mfi-Vorstandes hielt sich die Euphorie der Ausschussmitglieder in Grenzen. Ihre Sorge: Ein erstarkender Ruhr-Park könne die Innenstadt weiter schwächen.
Ein Einzelhandelsgutachten soll nun erstmal klären, was in die neue Ladenzeile des Ruhr-Parks darf, und was nicht.

























