Gastprofessur beendet: Margot Käßmann verlässt die Ruhr-Uni
BOCHUM Ein Jahr lang hat Margot Käßmann, erste Inhaberin der Max-Imdahl-Gastprofessur, ihren akademischen Dienst an der Ruhr-Universität versehen. Nun ist ihre Zeit in Bochum vorüber. Doch sie will nicht ganz gehen.
Ende der Gastprofessur: Margot Käßmann verlässt die Ruhr-Universität nach einem Jahr. (Foto: Tobias Nordmann)
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Der Abschied fällt schwer
Vor einem Jahr hatte die ehemalige Landesbischöfin als erste Inhaberin der Max-Imdahl-Gastprofessur ihren akademischen Dienst an der Ruhr-Uni angetreten. Ihr Fazit: „Ich muss aufpassen, dass ich nicht in die Melancholie des Abschieds verfalle“, sagte Käßmann. Es sei ein wunderbares Jahr gewesen, sie habe die Zeit genossen. Eine Zeit, in der sie viele kritische, aber auch sehr ertragreiche und kreative Gespräche geführt hat. Mit vielen Mitarbeitern des Lehrstuhls, Studierenden und Wissenschaftlern der katholischen Fakultät.
"Viele Studenten sind mir ans Herz gewachsen"
Bereichernd, so betont, Professorin Isolde Karle, Prodekanin der evangelisch-theologischen Fakultät, sei die Zusammenarbeit auch aus der Sicht der Akademiker gewesen. „Und persönlich fand ich es klasse, jede Woche mit Margot essen gehen zu dürfen.“
Der Abschied von der Ruhr-Uni falle ihr schwer, betonte Käßmann gestern. Sie habe viele tolle Menschen kennen gelernt. „Viele Studenten sind mir ans Herz gewachsen. Wenn sie die neuen Pfarrer und Religionslehrer werden, dann ist mir um die Zukunft der Kirche nicht bange“, sagte die 54-Jährige.
Kein Abschied für immer
Was ihr an der Bochumer Hochschule besonders gut gefallen habe, wird Käßmann gefragt. Ihre Antwort ist so einfach wie einleuchtend: „Hier ist die Theologie mitten auf dem Campus, mitten im Leben.“ Dies sei für sie eine wichtige Erkenntnis, die sie gerne mitnehme: Die Kirche muss in den Diskurs mit der Welt treten. Sie dürfe sich nicht zu sehr von den Lebensrealitäten entfernen.
Der Kontakt zur Hochschule wird trotz auslaufender Gastprofessur nicht abreißen. Auf Honorarbasis „werde ich ein-, zweimal im Jahr in Bochum aufschlagen“, sagte Käßmann.
Max Imdahl war Kunsthistoriker. Er lehrte von 1965 bis 1988 Kunstgeschichte an der RUB. Zum 1. Januar 2011 richtete die Ruhr-Uni zu Ehren von Imdahl eine nach ihm benannte Gastprofessur ein.

























