Opel Bochum: Mitarbeiter informieren sich wegen blauer Briefe
BOCHUM „Totaler Mist“, „Frechheit“, „Verarschung“: Die Opelaner, die sich am Freitag vor dem Jahrhunderthaus trafen, fanden deutliche Worte für das, was derzeit in ihrem Unternehmen passiert.
Infoveranstaltung Opelaner wegen blauer Briefe (Foto: Claudia Staudt)
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„Ich hoffe, dass ich danach weiß, wie es für mich weitergehen kann“, sagt einer der Opelaner. Er hat einen blauen Brief erhalten. Überlegt jetzt, ob er die Abfindung annehmen soll. Aber eigentlich, so findet er, „ist das eine Arbeitslosigkeit auf Raten“.
Abfindung oder Wechsel?
Für einen seiner Kollegen sind weder Abfindung noch der Wechsel in ein anderes Werk eine Alternative. Seit 14 Jahren ist er bei Opel. Hat auch dort seine Ausbildung gemacht. „Ich soll nach Rüsselsheim. Ich lebe getrennt, sehe meinen kleinen Sohn nur am Wochenende - was wird, wenn ich wegziehe?“ „Viele der Beschäftigten werden mit den Infos, die sie hier erhalten, nach Hause gehen und noch einmal überlegen, welcher Weg der richtige für sie ist“, sagt Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel. Zweimal, um 12 und 15 Uhr, informierten gestern Kathrin Hauel, Rechtsanwältin des DGB-Rechtsschutz, und Dr. Frank Lorenz, Rechtsanwalt des Betriebsrates. Es ging um die rechtlichen Aspekte der eventuellen betriebsbedingten Kündigungen, die nach den Werksferien Mitte August drohen.
"Kündigungen widersprechen"
Nach einem Punktekatalog wurden Beschäftigte ausgewählt, die auf der Abschussliste stehen. „Da wird zwar sehr sauber gearbeitet in der Personalabteilung, dennoch kann die Punktevergabe, vor allem hinsichtlich der Qualitätsbewertung, überprüft werden“, sagt Einenkel. Das werde man im Falle von betriebsbedingten Kündigungen auch machen. „Wir werden jeder Kündigung widersprechen.“

























