Parade: Musik und Gesang zum 8. Knappentag
BOCHUM Etwa 2000 Bergleute aus über 100 Vereinen spazieren am Sonntag zum 8. Knappentag durch die Bochumer Innenstadt. Nicht nur aus dem Ruhrgebiet sondern aus ganz Deutschland sowie den Niederlanden, Belgien und Luxemburg sind die Bergmänner und -frauen angereist.
Flötend durch die Innenstadt: Den Frauen geht auf der Knappen-Parade durch die Innenstadt die Puste nicht aus. (Foto: Volkmann)
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Gelohnt hat sich das frühe Aufstehen auf jeden Fall. „Das Museum ist einmalig“, sagen sie. Der Barock-Chor aus Zwickau pflegt seit Jahren eine enge Beziehung zum Ruhrkohlechor und ist wiederholt beim Knappentag dabei.
Stimmgewalt, die begeistert
Die singenden Bergbauvereine tauschen selbst komponierte Bergmannslieder aus oder schmettern diese gemeinsam. Während der Parade durch Bochum begeistern die Zwickauer jedoch alleine mit ihrer Stimmgewalt.
Eine wahre Rarität ist ebenfalls mitten unter den marschierenden Bergmännern. Der Bergbauverein aus Heerlen ist der letzte Bergbauverbund in den Niederlanden.
Schalmei eingeschmuggelt
Ihr traditionelles Instrument, das Schalmei, hat seinen Ursprung allerdings in Ostdeutschland. 1933 gegründet, mussten die damaligen Kumpel die Instrumente aus dem Osten einschmuggeln und in den Minen verstecken.
Während die Knappen die etwa 3,3 Kilometer lange Runde zurücklegen, bleibt nebenbei noch etwas Zeit, kleine, aber feine Details zu erklären: Die Kappen der Bergleute verraten nämlich so einiges über die Herkunft. So lässt sich an der Farbe die Zunft erkennen.
"Schwatte" und Grüne
„Die Schwatten gehören zum Kohlebau, die Grünen zum Erzbergbau“, erklärt Siegfried Martin von der Bergbrüderschaft Pobershau. Die Federn auf den Häuptern, früher allesamt traditionell schwarz-weiß, werden heute eher den Stadtfarben angepasst. So dürfte unter den vielen Besuchern in Bochum keiner seine Kumpel verlieren.

























