"Bochum geht aus": Neues Ausgeh-Magazin bewertet 120 Restaurants in Bochum
BOCHUM Das Ausgeh-Magazin „Bochum geht aus“ erscheint in wenigen Tage. Bislang durften sich nur die Essener und Dortmunder über Tipps für Besser-Esser freuen. RN-Redakteurin Ronny von Wangenheim sprach mit Chefredakteur Peter Erik Hillenbach über sein Ausgeh-Magazin.
Peter Erik Hillenbach geht gerne aus. Und schreibt seit vielen Jahren darüber. Erstmals gibt es jetzt das Ausgeh-Magazin für Bochum. (Foto: privat)
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Auf 196 Seiten finden sich ausführliche, halbseitige Kritiken von rund 120 Restaurants. Dazu kommen Top-Ten-Listen, ein Service-Teil mit Bars, Kneipen, Clubs, Cafes und Hotels, außerdem ein umfangreicher Shoppingteil.
Erstaunlich: Gleich 120 Restaurants aus Bochum...
Wir haben den Kammerbezirk gewählt, also auch Witten, Hattingen und Herne mit einbezogen.
Wie kommen Sie zu Ihren Kritiken?
Wir haben im Frühherbst 20 Testesser losgeschickt. Meist sind es Journalisten-Kollegen, die Spaß am Ausgehen und Schreiben haben. Die gehen anonym in die Restaurants und bezahlen auch ihr Essen selbst. Das ist unsere Grundphilosophie. Sie schreiben dann über ihre Eindrücke. Am schönsten ist es, wenn sie gleich eine Geschichte drum herum entdecken.
Auf was wird geachtet?
Was auf dem Teller passiert – das ist das wichtigste Drittel. Dazu kommen noch Ambiente und Service.
Und wenn es überhaupt nicht geschmeckt hat?
Dann kommt das Restaurant nicht in das Heft. Es gibt keine Verrisse.
Dafür aber die Besten.
Ja, es gibt Rankings für Gourmet-Restaurants, gutbürgerliche Häuser, Italiener, Mittags-Küche, Landgasthäuser – da gibt es übrigens in der Bochumer Ausgabe sehr viele. Allerdings sind die meisten in Hattingen. Insgesamt finden sich zwölf Top-Listen.
Wie schätzen Sie denn die gastronomische Klasse Bochums ein?
Hier ist zwar eine solide Bürgerlichkeit vorhanden. Aber es gibt inzwischen viele Köche wie Daniel Birkner, die sehr modern, sehr phantasievoll kochen, frisch und bio-orientiert. Auch ein Haus wie das Livingroom hat in all den Jahren nichts von seiner Modernität verloren. Während Dortmund in den internationalen Führern gar nicht mehr auftaucht, ist Michael Hau von der Orangerie im Stadtpark international schon angekommen.
Warum hat es so lange gedauert, bis es neben den Dortmunder und Essener Ausgaben auch eine Bochumer gibt?
Wir haben immer schon Bochumer Restaurants in die anderen Hefte einbezogen. Aber für eine Ausgabe sahen wir vor wenigen Jahren weder Tiefe noch Breite. Doch 2010 für „Ruhr 2010 geht aus“ haben wir so viele Adressen im Bochumer Raum entdeckt. Mit der Ausweitung auf den Kammerbezirk füllten sich die Seiten mühelos. Im Vergleich zu seinen beiden großen Nachbarn hat sich Bochum sehr gut behauptet.
Wann erscheint „Bochum geht aus“?
Das Heft wird am 5. Dezember in der rewirpower-Lounge präsentiert. Einige der Bochumer Köche sind dabei. Am Tag darauf kann man es am Kiosk kaufen.

























