Irritation: Nokia mit Schließung zufrieden
MÜNCHEN/BOCHUM Rund ein Jahr nach Schließung des Bochumer Nokia-Werkes hat sich Nokia-Vorstandschef Olli-Pekka Kallasvuo zufrieden über das Vorgehen seines Konzerns gezeigt und damit in Bochum für Irritationen gesorgt.
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Der Konzern habe richtig gehandelt, so Kallasvuo gegenüber dem Focus. Er selbst bereue die Entscheidung nicht. Rückwirkend betrachtet habe man sehr verantwortungsbewusst gehandelt. Er hoffe, "dass die Mitarbeiter trotz aller Traurigkeit nachempfinden können, dass wir bestmöglich gehandelt haben". Nokia hatte seinen Produktionsbetrieb in Bochum Ende Juni 2008 eingestellt und die Herstellung in ein Werk in Rumänien verlegt. Mehr als 1800 Mitarbeitern davon 380 Bochumern wurde gekündigt.
"Skandal"
Die Bundestagsabgeordnete der Linken, Sevim Dagdelen, bezeichnete die Äußerungen Kallasvuo als "Skandal". Die Nokianer könnten solche Äußerungen sicher nicht nachvollziehen, "weil sich für viele nach der Zeit in der Beschäftigungsgesellschaft der Weg in die Langzeitarbeitslosigkeit abzeichnet", so Dagdelen.
Allein im September werden etwa 100 Ex-Nokianer, die bisher keinen neuen Job gefunden haben, bei der Arbeitsagentur vorsprechen. Bis Ende des Jahres folgen weitere 200 Bochumer.




























