Fastenzeit: Ökumenischer Arbeitskreis macht auf Leid aufmerksam
BOCHUM. Dass die „Passionszeit“ sehr viel mehr sein kann, als 40 Tage ohne Bier, Steak und Schokolade, darauf weist der ökumenische Arbeitskreis „Kirche in der Stadt“ mit seiner diesjährigen Fastenaktion „Mein Kreuz – dein Kreuz – unser Kreuz“ hin.
(Foto: Instenberg)
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Fünf Gruppen gestalten ein Kreuz
Fünf Gruppen haben die Mitglieder des ökumenischen Arbeitskreises ausgewählt: Den Kreuzbund, eine Selbsthilfegruppe für Suchtkranke, „Neue Wege“, eine Beratungsstelle gegen Misshandlung und sexuellen Missbrauch von Kindern, den Evangelischen Blindendienst, das Frauenhaus und das „Sprungbrett“, eine Beratungsstelle für Jugendliche. Sie alle gestalten in den kommenden Wochen jeweils einen Teil eines Holzkreuzes.
In den kommenden Wochen lädt jede Einrichtung die Mitglieder des Arbeitskreises, aber auch interessierte Bochumer Bürger zu sich ein, um „ihren“ Teil des Kreuzes zu überreichen, die Gestaltung zu erklären und über ihre Arbeit zu informieren. „Das kann in Form eines kleinen Wortgottesdienstes oder einer Meditation geschehen – je nachdem, wie es den einzelnen Gruppen am liebsten ist“, sagt Pfarrer Rainer Mittwollen von der evangelisch-methodistischen Kirche an der Alleestraße.
Ein Fasten, das anderen zugute kommt
„Am Ende der Fastenzeit fügen wir die verschiedenen Teile dann in einem Abschlussgottesdienst wieder zu einem großen, bunten Kreuz zusammen“, erzählt Pfarrerin Heike Lengenfeld-Brown von der evangelischen Pauluskirche. „Wir möchten zu den Menschen hingehen, auf sie aufmerksam machen und ihnen helfen, ihr Kreuz, das sie durch Gewalt oder Erkrankung auferlegt bekommen haben, zu tragen“, so Dr. Maria Petermeier vom Katholikenrat. Die Zeit des Leidens Jesu könne auch genutzt werden, um sich auf die Mitmenschen zu konzentrieren – ein Fasten, das anderen zugute kommt.

























