Geldmangel: Platz des Europäischen Versprechens in Gefahr
BOCHUM Ein zentrales Bochumer Projekt zum Kulturhauptstadtjahr 2010 des Künstlers Jochen Gerz ist wegen der Finanznot der Stadt in Gefahr. Das vierköpfige Projektteam für den „Platz des europäischen Versprechens“ von Gerz könne im nächsten Jahr nicht weiterbeschäftigt werden, sagte Stadtsprecher Thomas Sprenger am Donnerstag.
Der Platz des Europäischen Versprechens. (Foto: archiv)
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Ein Versprechen geben
Für das Projekt sammelt der international bekannte Projektkünstler Namen von Menschen, die Europa zum Kulturhauptstadtjahr ein Versprechen geben. Die Namen sollen in 3,8 mal 5,4 Meter große Platten eingraviert werden, die den Boden des Platzes schmücken. 12000 Menschen haben bereits Versprechen abgegeben, die geheim bleiben.
Nothaushalt
Bochum agiert wegen Überschuldung wie viele andere Ruhrgebietskommunen im Nothaushaltsrecht. Auch wenn der Stadtrat das Geld für die Platzsanierung ablehne, bleibe das Projekt aus städtischer Sicht bedeutend, betonte der Stadtsprecher. Der städtische Vertrag mit Gerz laufe weiter bis Ende 2010. Auf einem unsanierten Platz würde das Projekt aber natürlich „weniger schön“. Außerdem müssten die Sponsoren für die geplanten rund 25 Steinplatten gefunden werden, sonst drohe ein Rumpfprojekt. Die Stadt finanziert nur zwei Platten, von denen eine bereits auf dem Platz liegt.

























