Kulturhauptstadt: Sloane: Grönemeyer-Hymne ist ein Ohrwurm
BOCHUM Steven Sloane kennt sie in und auswendig: "Komm zur Ruhr", die Hymne von Herbert Grönemeyer für die Kulturhauptstadt Europas. Und er ist begeistert: "Das Lied ist phantastisch." Die Bochumer Symphoniker werden den Star bei der Eröffnungsfeier der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 begleiten.
Das Benefizkonzert für die Bochumer Symphonie ebnete den Weg für die Ruhr-Hymne Grönemeyers.
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Wer bei den Proben zuhören durfte, erzählt, dass er die Melodie tagelang nicht aus dem Kopf bekommen habe. Auch Sloane dirigiert unwillkürlich ein wenig mit den Händen, wenn er von der Hymne und ihrem emotionalen Text erzählt. "Ein Ohrwurm und trotzdem der Grönemeyer-Klang - das kann nur er", schwärmt Sloane von dem Sänger, mit dem ihn inzwischen eine Freundschaft verbindet. Und ergänzt: "Es ist ein ganz wichtiger symbolischer Text zur Eröffnung." Lange habe es gedauert, bis Grönemeyer zugestimmt habe, erzählt Sloane und davon, dass er immer gewollt habe, dass bei einem solchen Lied für das Ruhrgebiet jeder mitmachen könne. So wird es kommen: Beim Eröffnungsfest oder beim "!SING - Day of Song" im Juni, wenn das Ruhrgebiet gemeinsam singt "Komm zur Ruhr".
Singen am Lagerfeuer
Sloane freut sich auf Samstag, auf die Eröffnung der Kulturhauptstadt Ruhr.2010, da mag das Wetter so sein, wie es will. "Die offizielle Eröffnungsfeier ist ja nur ein kleiner Teil", verweist er auf das große Kulturfest. In zwei Hallen ist er als Künstlerischer Direktor zuständig für das Programm. In Halle 9 wird gesungen. Natürlich auch Grönemeyers Hymne. PACT Zollverein ist der Schauplatz für Projekte wie "Odyssee Europa" oder Pottfiction. Um 22 Uhr lädt Sloane ans Lagerfeuer ein.
"Drei Jahre habe ich dafür gearbeitet", freut sich Sloane, dass es jetzt losgeht. Hat er ein Lieblingsprojekt? Sloane lacht: "Ich habe das Privileg, viele Lieblingsprojekte durchzusetzen." Alles liege ihm am Herzen. "Wir konnten viele verrückte Ideen realisieren." Die Odyssee Europa mit ihrer Irrfahrt durch die Städte oder Theater der Welt. "Das Henze-Projekt hat alle Erwartungen übertroffen", sagt er. "Weit über 40 Partner setzen sich gemeinsam mit einem bestimmten Komponisten auseinander."
Ein Bochumer Das macht Hoffnung für die Zukunft. "In meinen Gedanken war immer, was wird nach 2010 geschehen", sagt Sloane. Wenn wie bei Mahlers achter Symphonie gleich sechs Orchester des Ruhrgebiets und viele Leistungs-Chöre gemeinsam auftreten, kann sich das auch 2011 auswirken.Bei all dem Einsatz für die Kulturhauptstadt. Was hat sich für Steven Sloane geändert. "Ich habe viel gelernt", sagt er. Klar sei seine Identifikation mit dem Ruhrgebiet gewachsen. Doch: "Ich bin immer noch Bochumer."

























