Musikzentrum: Sloane ist am Ziel
BOCHUM In drei Jahren könnte die Eröffnung des Bochumer Musikzentrums gefeiert werden, glaubt Generalmusikdirektor Steven Sloane. Er ist erleichtert und glücklich. Endlich hat der den lange ersehnten Ratsbeschluss. Für ihn steht damit auch fest: Ich bleibe Bochumer.
Steven Sloane: Mit aller Energie beteiligt an der Entstehung des Musikzentrums. (Foto: dpa)
- Arbeitsunfall beim Bochumer Verein 24-Jähriger in Transportwagen eingeklemmt
- Steven Sloane machte die Jahrhunderthalle zur doppelten Kathedrale Brücken von Bach nach Israel
- "Cyrano de Bergerac" Rohde hat die Nase vorn
- Bösch inszeniert "Die Ratten" Drama im Fantasie-Milieu
- Street-Artisten-Show Urbanatix trotzt der Schwerkraft
Wenn Sloane zurück blickt auf elf Jahre, an die vielen Bemühungen, eine Spielstätte für das Orchester zu errichten, an die verschiedenen Pläne, Standorte, natürlich auch an die vielen Rückschläge, ist er heute zufrieden. „Das musste so sein“, kann er inzwischen den vielen Problemen sogar Positives abgewinnen. Denn erst jetzt, mit der Unterstützung des Landes und der Kombination aus Marienkirche und Neubau wird es perfekt.
Einzigartig in Deutschland
Steven Sloane rechnet mit dem ersten Spatenstich in einem Jahr. Bis dahin muss in einem Architekturwettbewerb der beste Entwurf gefunden werden. Die Umnutzung einer Kirche, die Verbindung von alt und neu, ein Bau für eine ganze Stadt – Sloane sieht das Musikzentrum als einzigartig in Deutschland.
In drei Jahren könnte die Eröffnung gefeiert werden. „Es ist ein Vorteil, dass die Marienkirche schon steht, da kann parallel gearbeitet werden. Das spart Zeit.“ Hat er sich schon ein Programm für das Eröffnungskonzert überlegt? Nein, sagt Sloane und macht sofort klar: „Es wird kein Eröffnungskonzert geben. Es geht ja um das Musikzentrum.“ Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Auch die Stiftung wird ihre Aktivitäten wieder aufnehmen, weitere Spender suchen und beispielsweise weiter Stuhlpatenschaften vermitteln.
Noch eins ist Steven Sloane wichtig: „Ich fühle mich geehrt über das Zutrauen, dass ich bekommen habe. Vom Orchester, der Stiftung, dem Freundeskreis, der Stadt, ja auch vom Land.“ Steven Sloane sei die ideale Künstlerpersönlichkeit für die Umsetzung eines solch neuen kreativen Zentrums, hatte Ministerin Ute Schäfer im Dezember gung gesagt. Sloane gestern: „Es ist eine große Verantwortung. Die nehme ich sehr ernst. Und ich werde sie übernehmen.“ Da klingt schon durch, dass Sloane auch über seinen Vertrag, der bis 2014 läuft, hinaus in Bochum arbeiten will.
Ich bleibe Bochumer
Auch wenn er demnächst einen zweiten Wohnsitz in Berlin haben wird, wo seine Frau Tabea Zimmermann eine Professur hat. „Ich bin Bochumer, ich bleibe Bochumer, ich bin hier verwurzelt“, betont Sloane: „Nach der langen Entwicklung will ich erst recht alle Energie in das Projekt stecken.“

























