Neues Gymnasium: Sorgen um PCB-Belastung halten an: Neue Messung gefordert
BOCHUM In die Diskussion um das Neue Gymnasium kehrt keine Ruhe ein. Am Donnerstagabend schlug der Versuch fehl, Schülern, Eltern und Lehrern die Angst zu nehmen vor PCB-belasteten Unterrichtsräumen im geplanten Ausweichquartier Erich-Kästner-Schule.
Auch die Experten Birgitta Höwing und Ulrich Ewers konnten die Sorgen von Lehrern, Schülern und Eltern nicht zerstreuen. (Foto: Meiners)
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Ergebnisse meist unter 500 Nanogramm pro Kubikmeter Luft
In den Räumen an der Markstraße habe man Werte gemessen, die zwischen 60 und 900 Nanogramm pro Kubikmeter Luft liegen. Die meisten Ergebnisse aber blieben unter 500 Nanogramm, so Höwing.
Für Ewers keine beunruhigenden Werte. Es reiche, regelmäßig zu lüften und glatte Flächen feucht abzuwischen. Selbst über einen Zeitraum von zwei Jahren könnten die Räume dann bedenkenlos genutzt werden.
„Ich habe selbst Kinder. Ich würde doch keine Empfehlung aussprechen, wenn ich Bedenken hätte“, beteuerte auch Schuldezernent Michael Townsend. Die Anwesenden konnte das hingegen kaum beruhigen. Sie stießen sich vor allem an der Methodik der Messdurchführung.
Zweifel an Messmethoden
Höhnisches Gelächter erntete zum Beispiel Höwings Information, man habe nur in 46 von 200 Räumen gemessen. Es wurde gefordert, die Tests auf alle Räume auszuweiten und auch im Sommer noch einmal zu messen. Hinter vorgehaltener Hand wurde sogar die Richtigkeit der Ergebnisse angezweifelt. „Und wenn wir doch krank werden, fühlt sich niemand dafür verantwortlich“, beklagte eine Schülerin.
Die Aula war zum Bersten gefüllt. „Lieber Baulärm als Krebs“ stand auf einem Spruchband zu lesen. Die Sorge der Besucher um die eigene Gesundheit war greifbar. Die teils hitzige Diskussion, die Moderator Heinz Senf nur schwer in den Griff bekam, zeigt: Das Thema ist noch längst nicht durch.

























