Honorar-Affäre: Staatsanwaltschaft ermittelt bei Hellen und den Stadtwerken
BOCHUM Die Staatsanwaltschaft Bochum hat ein Ermittlungsverfahren gegen Promi-Vermittler Sascha Hellen und die Verantwortlichen bei den Stadtwerken eingeleitet. Es geht um dem Vorwurf der Veruntreuung im Zuge der Honorar-Zahlungen für den Atrium-Talk der Stadtwerke.
Promi-Vermittler Sascha Hellen (Foto: Archiv)
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Atrium-Talk seit 2008
Die Stadtwerke Bochum hatten seit 2008 verschiedene prominente Redner als Gäste zu ihrem Atrium-Talk geladen. Diese wurden von Sascha Hellen als Dienstleister vermittelt und betreut. Für ihre Auftritte haben die Redner zwischen 20.000 und 25.000 Euro kassiert. Die Stadtwerke waren nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass das Geld einem wohltätigen Zweck gespendet wird, und hatten dies auch so in der Öffentlichkeit dargestellt. Nachdem SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück seine Nebeneinkünfte aus Vorträgen öffentlich machte, kam jedoch heraus, dass die Gäste des Atrium-Talks zumeist nichts von dieser Spendenabsicht wussten.
Schriftlich nicht fixiert
Inzwischen ist klar, dass eine Spendenverpflichtung zu keiner Zeit vertraglich zwischen den Stadtwerken und Promi-Vermittler Hellen geregelt war. Die Stadtwerke behaupten jedoch, dass es mündliche Absprachen gegeben habe. Hellen verweist dagegen auf den Vertrag. Zudem gab es an mehreren Stellen Ungereimtheiten bei der Abwicklung der Honorar-Zahlungen. Mehrere Gäste monierten, dass sie das Geld erst anwaltlich bei Herrn Hellen anmahnen mussten. Die Stadtwerke haben zudem Beträge doppelt gezahlt.
Keine Ermittlungen gegen Scholz
Gegen Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz werde nicht ermittelt, so Kuhnert. Auch gegen Scholz, die zugleich Vorsitzende des Aufsichtsrates der Stadtwerke ist, sind bei der Staatsanwaltschaft Anzeigen eingegangen.



















