Haushalt: Stadt spart an Azubis: Neueinstellungen mehr als halbiert
BOCHUM Statt bislang 55 Auszubildende will der Konzern Bochum in diesem Jahr nur noch 26 neue Azubis einstellen. Das sind weniger als die Hälfte. Wie immer ist die prekäre Haushaltslage der Stadt verantwortlich für solche Maßnahmen.
Dieter Fleskes sieht die geplanten Einsparungen an Azubis kritisch. (Foto: Archiv)
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Ein Vorschlag, der in der Politik auf heftigen Widerstand stieß, zumal die Ratsfraktionen bislang nicht in den Entscheidungsprozess eingebunden wurden.
Fehlende Begründung
Sicherlich müsse man sparen, betont Wolfgang Cordes (Grüne), er vermisse jedoch eine Begründung, wie die Verwaltung auf die Zahl 26 komme.
Und ginge nicht doch ein bisschen mehr, fragt Dieter Fleskes (SPD) ergänzend. "Wir haben als Stadt eine Vorbildfunktion für andere Ausbildungsbetriebe", betont Herbert Kastner (SPD) und fordert: "Die Personalkommission muss tätig werden." Stellenabbau Diese parlamentarische Kontrolle der städtischen Personalverwaltung ist seit langem beschlossene Sache, getagt hat sie noch nie. "Das ist nicht akzeptabel", sagt CDU-Chef Klaus Franz.
Der Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses: Die geplanten 26 Auszubildenden erhalten umgehend ihren Vertrag. Ob mehr drin ist, wird die Kommission prüfen.
Haushaltskonsolidierungen
Doch dabei sind ihr angesichts der Haushaltskonsolidierungen engen Grenzen gesetzt. Bis 2015 will die Stadt 500 Stellen abbauen. Eine Reduzierung von gut zehn Prozent. Das schlägt auf die Zahl der Auszubildenden durch.
Bislang habe die Stadt für den Arbeitsmarkt ausgebildet, betont das Personalamt. Das sei nicht mehr möglich. Und Verwaltungsangestellte im höheren Dienst würden demnächst nicht gebraucht.

























