Kampf um Arbeitsplätze: Stahlarbeiter setzen sich zur Wehr
BOCHUM Mit einer großen Demonstration und anschließender Kundgebung auf dem Husemannplatz wollten die Angestellten von Nirosta am Freitagmorgen ein Zeichen setzen. Sie wehren sich gegen den Verkauf an den finnischen Outokumpo-Konzern und den drohenden Verlust von mindestens 500 Arbeitsplätzen.
Tausende zeigten sich am Freitag mit den Stahlarbeitern solidarisch. (Foto: Tobias Nordmann)
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Fotostrecke ThyssenKrupp-Demo
Die Mitarbeiter des Unternehmens sind enttäuscht und wütend. Damit sind sie nicht allein. Eine riesige Solidaritätswelle begleitete die Belegschaft bei ihrer Kundgebung. Etwa 4000 Menschen, so eine erste Schätzung von Beteiligten, nahmen an dem Marsch teil. Unterstützung kam etwa von Thyssen-Krupp-Kollegen, Vertretern von Opeln und anderen Unternehmen aus der Region. Ihr klares Zeichen: Wir lassen euch nicht hängen."Friedhofs-Stimmung"
„Als ich von der Nachricht erfahren habe, war ich total enttäuscht“, sagt Nirosta-Vertrauensmann Dennis Heimann. Die Nachricht sprach sich unter den Kollegen rum wie ein Lauffeuer. „Auf den Betriebsgelände herrschte eine Stimmung wie auf dem Friedhof“, sagt er und fügt hinzu. „Als wir gerade auf die Alleestraße kamen und ich die große Solidarität der Kollegen gesehen habe, da habe ich eine Gänsehaut bekommen.“
Auf dem Husemannplatz sprach sich Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz versprach den Angestellten jeden Unterstützung. „Wir werden kämpfen. Wir können und wollen auf Stahl in Bochum nicht verzichten.“ Außerdem forderte sie Thyssen-Krupp auf, nach den eigenen Unternehmensgrundsätzen zu arbeiten. Einer von ihnen lautet: „Wir informieren offen und ehrlich.“


























