Opel-Krise: Stellenabbau: 1800 Arbeiter müssen das Werk verlassen
BOCHUM Der Automobilkonzern Opel baut wie geplant 1800 Arbeitsplätze in Bochum ab. Allerdings langsamer als zunächst geplant. Dazu gibt es zusätzliche Anreize für Mitarbeiter, die das Werk freiwillig verlassen. Darauf haben sich Werksleitung und Betriebsrat jetzt geeinigt.
Wie geplant baut Opel in Bochum 1800 Stellen ab. (Foto: Archiv)
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Damit hat sich der Betriebsrat mit seinem Vorschlag, die Stellen zumindest mittelfristig zu sichern, nicht durchsetzen können. Gleiches gilt für die Zahl der abzubauenden Jobs. Hier hatte sich der Betriebsrat lange dafür eingesetzt, die Zahl nachträglich zu reduzieren.
Zügig und sozialverträglich
Jetzt haben sich Werksleitung und Betriebsrat mit Hilfe der Einigungsstelle darauf geeinigt, den Personalabbau wie geplant zügig und sozialverträglich umzusetzen. „Mit dieser Übereinkunft setzt Opel einen Schlusspunkt unter die Restrukturierung des Unternehmens, die Anfang 2010 begonnen wurde und neben erheblichen Produktinvestitionen auch eine Kapazitätsanpassung in den europäischen Werken zum Ziel hatte“, so Karl-Friedrich Stracke, Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG.
Für Bochum bedeutet die Einigung, dass sich das Werk jetzt ganz auf den Modellanlauf des neuen Zafira konzentrieren kann, der in diesem Jahr auf den Markt kommt. Der siebensitzige Van wird exklusiv in Bochum gebaut, in neue Fertigungsanlagen und Maschinen investiert Opel am Ruhrgebiets-Standort derzeit 175 Millionen Euro.
Weiterer Bestandteil der Einigung ist, dass das Unternehmen insgesamt für mehr als 300 Bochumer Beschäftigte feste Arbeitsplätze im Werk Rüsselsheim und im Testzentrum Dudenhofen zur Verfügung stellt. Etwa 100 Mitarbeiter haben sich bereits in den letzten Wochen bereit erklärt, dauerhaft in ein anderes Opelwerk zu wechseln. Um den Wechsel ins Rhein-Main-Gebiet finanziell abzufedern, zahlt Opel eine erhöhte Wechselprämie.
Hilfeleistungen
Darüber hinaus bietet Opel Beschäftigten, die sich zum Stichtag 15. Juli 2011 entscheiden, das Werk Bochum auf freiwilliger Basis zu verlassen oder in andere Opel-Standorte zu wechseln, zusätzliche Anreize an. Transfergesellschaften werden eingerichtet, um den Mitarbeitern beim Finden neuer Arbeitsplätze Hilfe zu leisten.
Werksdirektor Manfred Gellrich begrüßt die Vereinbarungen: „Wir haben harte Verhandlungsrunden hinter uns und schließen die Restrukturierung des Werks wie geplant ab. Das jetzt erzielte Abkommen ist eine gute Lösung zur langfristigen Sicherung des Standorts Bochum.“

























