Bildungsstreik: Studenten besetzen Audimax
QUERENBURG Über 3000 Studenten der Ruhr-Uni haben am Donnerstag ihre Vollversammlung in das Audimax verlegt und diesen unter großem Jubel besetzt. Sie verabschiedeten dort einen Forderungskatalog, demonstrierten anschließend auf der Universitätsstraße und blockierten für eine Stunde die Auffahrt zur A43 und A44.
Das Audimax ist besetzt. (Foto: Rothenberg)
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Die Bochumer Studenten haben am Donnerstag das Audimax der Ruhr-Uni besetzt. Weil der Andrang bei der Vollversammlung im ebenfalls besetzten Hörsaal HZO 10 so groß war, beschloss man kurzerhand die Versammlung in das Audimax zu verlegen.
Unter dem Jubel von über 3000 Studenten und Schülern aus Bochum erklärten dort auch Studenten anderer Unis ihre Solidarität. Der nächste Schritt "Wir haben die Öffentlichkeit erreicht und erhalten viel Zuspruch", sagte David Freidank (Uni Duisburg-Essen). Jetzt sei es an der Zeit, den nächsten Schritt zu tun. Entweder "wir demonstrieren wieder ein bisschen und nichts passiert", so Freidank, oder "die Proteste bekommen eine neue militante Qualität". Man müsse nun Formen des Protests entwickeln, "mit denen wir auch Gehör finden".Resolution verabschiedet
Im Anschluss verabschiedeten die Studenten eine Resolution: Sie fordern die Abschaffung der Anwesenheitskontrollen, Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen sowie die Erhöhung der Lehrkapazitäten. Das Rektorat solle sich nun ebenso verpflichten, diese Forderungen zu unterstützen.
Nach Ende der Vollversammlung entschlossen sich 400 Studenten zu einer Spontan-Demo auf der Universitätsstraße und blockierten für eine Stunde die Auffahrten zu den Autobahnen A43 und A44. Anschließend kehrten sie zum Audimax der Ruhr-Uni zurück.
Podiumsdiskussion
Die RUB-Leitung hatte in dieser Woche zeitweilig die Anwesenheitspflicht ausgesetzt. Bis zum Freitagabend, so Asta-Öffentlichkeitsreferent Jan Keitsch, dürfen die Studenten im Audimax bleiben. "Es ist aber nicht abzusehen, ob sie dann gehen." Das für den Donnerstagabend angesetzte Orgelkonzert entfiel.

























