Figaro-Inszenierung im Audimax: Symphoniker und Harald Schmidt bereiten zweite Runde vor
BOCHUM Nach dem ersten Gastspiel der Bochumer Symphoniker mit Entertainer Harald Schmidt folgt Ende Februar der zweite Aufschlag, eine Oper von Mozart. Die Hochzeit des Figaro im Audimax der Ruhr-Universität - eine Herausforderung.
Harald Schmidt wird der Spielmacher in Figaros Hochzeit sein. (Foto: dpa)
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Das Audimax ist bei all seinem Charme wahrlich kein Opernhaus. Im Zentrum dieses Hörsaals Mozarts Oper zu inszenieren und dabei das enge finanzielle Budget nicht zu sprengen - eine Meisterleistung. "Wenn das funktioniert, dann zeigen wir: Man kann auch Oper mit ein paar tausend Euro machen", sagt Nils Cooper, zuständig für die Inszenierung.
Am Montag beginnen die Umbauarbeiten im Audimax, kurz darauf die Proben. Zwei Wochen haben Symphoniker, die Solisten und Schauspieler, Bühnentechniker und Harald Schmidt, um das Zusammenspiel zu perfektionieren.
Die Bühne ist schwarz
Was sie dort erwartet, ist erschreckend einfach und dennoch vielversprechend. Die erhöhte Bühne ist schwarz. Nur schwarz. Mit Lineal und Pinsel lassen Schauspielstudenten darauf Räume entstehen, live vor den Augen der Zuschauer, kommentiert und erklärt von Harald Schmidt. Wer Lars von Triers Film Dogville (2006) gesehen hat, wird die Idee hinter der minimalistischen Dekoration wiedererkennen. Die Sänger werden sich in diesen Räumen bewegen. Ihr Schauspiel, ihre Geschichte lebt von ausdrucksstarken Gesten.
In den vergangenen Tagen haben Cooper und der Technische Leiter Karl Skiba experimentiert und getüftelt. Was ist das perfekte Schwarz für den Untergrund? Welche Kreide ist gut sichtbar und schnell wieder abwaschbar, um die verschiedenen Orte darzustellen. Seit gestern steht fest: Die Champagner-Kreide hat sich gegen Stein-Kreide und Rügener Kreide durchgesetzt. "Sie ist sogar fünf Cent billiger", sagt Skiba.Führung durch die Wirren
Harald Schmidt wird der Spielmacher in Figaros Hochzeit sein. Der Erzähler, der durch die Wirren und Verwirrungen der komischen Oper führt. "Es ist das perfekte Stück für Menschen, die sich noch nicht in der Opern-Welt auskennen, aber mal einsteigen wollen", sagt Nils Cooper. Karten dafür sind noch zu haben.

























