Gedankenspiel: Townsend hält gemeinsames Konzept für BoSy-Spielstätte und Marienkirche für möglich
BOCHUM Was hat die Frage, ob die Bochumer Symphoniker ein Konzerthaus bekommen damit zu tun, wem die Jahrhunderthalle gehört? Auf den ersten Blick nicht viel, auf den zweiten eine ganze Menge.
In nächster Nähe: Ein Plakat der Stiftung Bochumer Symphonie vor der Marienkirche. (Foto: Abegg)
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Das Land möchte die Jahrhunderthalle gerne an die Stadt abgeben. Willigt die ein, soll sie im Gegenzug unter anderem 9,53 Millionen Euro für den Umbau der Marienkirche erhalten.
Und an dieser Stelle kommen die Symphoniker ins Spiel. Kulturdezernent Michael Townsend hat die Hoffnung auf einen Konzertsaal für die Musiker noch nicht aufgegeben. Die geplante knapp 30 Millionen Euro teure Spielstätte wird es aber wohl nicht werden - die Stadt hat kein Geld, um sich an den Kosten zu beteiligen.
Stattdessen kann sich Townsend vorstellen, in der Marienkirche multifunktionale Räume zu schaffen, die dann auch von den Symphonikern genutzt werden könnten - zum Beispiel als Foyer oder Probenraum.
"Das ist eine Option. Dafür müssten wir natürlich das Konzept für die Marienkirche umstricken", sagte Townsend am Montag. Der dort geplante Kammermusiksaal sei dann "nur noch in reduzierter Form" möglich.
Bauliche Verbindung möglich
Auch eine bauliche Verbindung zwischen BoSy-Konzertsaal und Marienkirche hält der Kulturdezernent prinzipiell für möglich. Den Bau des Konzertsaals auf dem benachbarten Gelände müsste in diesem Modell die Stiftung Bochumer Symphonie übernehmen - und komplett aus eigenen Mitteln finanzieren.
Ob sie das kann und will, konnte der Kulturdezernent am Montag noch nicht sagen. "Das Ganze ist bisher nur eine Idee", so Townsend. "Der erste Schritt ist jetzt ein Gespräch mit der Stiftung, das wir bald führen wollen."
Schon knapp 15 Millionen Euro gesammelt
Die Stiftung hat für den Bau eines Konzerthauses bereits knapp 15 Millionen Euro gesammelt. Ihre Sprecherin Christiane Peters war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Sport, Wolfgang Horneck (CDU), hält die Variante den Bau eines Konzertsaals mit dem Umbau der Marienkirche zu verknüpfen, für die "einzige zur Zeit noch realisierbare Lösung für eine Spielstätte der Symphoniker".
Sein Parteikollege Lothar Gräfingholt warnte davor, das wirtschaftliche Risiko für den Saal alleine der Stiftung aufzubürden. Das sei "unredlich".

























