Bekennerschreiben: Vandalen zerstören Symphonie-Werbung
MITTE Nur zwei Wochen nachdem das Sturmtief Xynthia die Werbetransparente für die Bochumer Symphonie vom Gerüst auf dem Bauplatz geholt hatte, hingen sie am Dienstag wieder in Fetzen. Diesmal ist die Ursache allerdings nicht höhere Gewalt.
Die "Aktion kreativer Kulturbanausen" könnte sich nach der Zerstörung des Werbetransparents für die Bochumer Symphonie auch in "Aktion destruktiver Vandalen" umbenennen. (Foto: privat)
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An die städtischen Medien ging noch in der Nacht von Montag auf Dienstag ein anonymes Bekennerschreiben.
E-Mail aus Russland Eine "Aktion kreativer Kulturbanausen" schreibt von einer in Russland gemeldeten E-Mail-Adresse aus: "Während die Stadt Bochum massive Kürzungen bei diversen Initiativen, von der Kindertagesbetreuung bis zur Altenpflege vornimmt, sind doch tatsächlich wieder Stimmen zu hören, die an dem Millionenprojekt der Bochumer Symphoniefesthalten wollen.
"Wohnzimmer für alle"
In Anbetracht der Tatsache, dass immer mehr Menschen unter der Armutsgrenze leben, zeigt sich hier deutlich die Prioritätensetzung. ,Ein Wohnzimmer für alle', wie ein Werbespruch sagt, soll wohl heißen: Für alle, die es sich leisten können." Mit der "nächtlichen Umgestaltung" greife man in die aktuelle Debatte über das Konzerthaus ein.
Völlig anders sieht das Christiane Peters, Sprecherin der Bochumer Symphoniker. "Wir würden ja gerne mit unseren Kritikern sprechen, aber wie, wenn sie sich nicht zu erkennen geben?" Es sei feige, keine Absender zu nennen und die Zerstörung eines Transparents könne wohl kaum als kreative Aktion bezeichnet werden.
"Rein bürgerschaftlich" Trotzdem geht Peters gern auf die Argumente der Vandalen ein: Im Moment könne gar nicht davon die Rede sein, dass die Stadt Bochum eine Spielstätte baue. "Die Symphonie wird im Haushaltssicherungskonzept nur noch mit einem Restposten von 100 Euro erwähnt. Im Moment ist das rein bürgerschaftliches Engagement."Freier Zugang zur Kultur
Durchaus einer Meinung sei man allerdings in punkto freier Zugang zu Kultur: An Schulen, in den Stadtteilen, im Bermuda-Dreieck gebe das

























