Welttag des Buches: Jeder hat seine Lieblingslektüre
MITTE Für Heinz Albrecht, Leiter der Stadtbücherei, ist jeden Tag ein Tag des Buches. Bestseller und Belletristik seien bei ihm am stärksten gefragt. In diesem Jahr sind Krimiautor Simon Beckett und Cornelia Funke weit vorne.
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Für Heinz Albrecht ist allerdings immer Tag des Buches.
800 000 Leseratten
Er leitet die Stadtbücherei Bochum, die mit ihren Zweigstellen im Jahr rund 800 000 Leser anlockt. Und es wird nicht weniger: "Im Moment haben wir immer noch eine steigende Tendenz", erklärt er. Bestseller und Belletristik seien am stärksten gefragt. In diesem Jahr sind Krimiautor Simon Beckett und Cornelia Funke weit vorn.
Aber: Eine Umfrage unter den Besuchern der Bücherei zeigt auch, dass jeder seinen ganz persönlichen Literaturgeschmack hat, der seine Wurzeln in der Kindheit findet. Albrecht selbst hat freilich auch ein Lieblingsbuch: Raymond Chandlers "Der große Schlaf" hat es ihm schon als Kind angetan. "Ich lese Krimis schon immer sehr gerne und das ist auch bis heute so geblieben", erzählt er.
"Das verborgene Wort"
Die Lieblingslektüre seiner Kollegin Miriam Schmidt ist "Das verborgene Wort" von Ulla Hahn. Diese Geschichte eines Mädchens, das in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und langsam Freude am Lesen entwickelt, habe sie sehr beeindruckt.
PC statt Literatur
Lesegewohnheiten haben sich aber durchaus geändert, sagt Besucherin Claudia Bartsch. "Früher habe ich mehr gelesen", erinnert sie sich. Aber seit sie einen Computer hat, sei es weniger geworden.
Dennoch hat auch sie einen klaren Favoriten: Wolfgang Hilbigs "Ich". Der Roman über die DDR-Staatssicherheit habe auf "erschreckende Weise" geschildert, "wie Menschen, ganze Biografien, zersetzt wurden".

























