FIFA U20-Frauen-WM: Den Plan A umsetzen
BOCHUM. Was die U20-Frauen des DFB vor 16 Tagen in Bochum mit einem 4:2-Sieg über Costa Rica begannen, wollen sie heute Nachmittag an gleicher Stelle erfolgreich fortsetzen: mit einem Sieg über Südkorea ins WM-Endspiel einziehen, das am Sonntag in Bielefeld stattfindet.
Torjubel von den deutschen Frauen wollen die Fans am Donnerstag in Bochum sehen. (Foto: dpa)
Nach Meinerts Auffassung ist die Zusammensetzung dieses WM-Halbfinales durchaus überraschend und war so nicht vorhersehbar. "Aber alle Mannschaften stehen zurecht im Halbfinale. Südkorea war besser als Mexiko, Nigeria besser als die USA und Kolumbien besser als Schweden", so Meinert.
Im heutigen Halbfinale wird die junge DFB-Auswahl auf eine gut organisierte und mit viel Kreativität ausgestattete Mannschaft treffen. "Wenn es uns gelingt, sie von Beginn an unter Druck zu setzen, werden wir auch unsere Möglichkeiten bekommen, um Tore zu erzielen", sagt Maren Meinert und setzt dabei vor allen Dingen auf das Durchsetzungsvermögen ihrer Offensivabteilung um Torjägerin Alexandra Popp.
Auch im Mannschaftskreis geht man die Aufgabe zuversichtlich an. Torhüterin Almuth Schult sagt beispielsweise: "Wir verfügen über eine technisch versierte Mannschaft, die je nach Gegner variabel auftreten kann. Bisher haben wir auf dem Platz für jede Situation eine Lösung gefunden."
Dzenifer Marozsan will eine gewisse Anspannung vor dem Halbfinale nicht leugnen. "Wahrscheinlich wird am Spieltag die Nervosität weiter zunehmen. Ich erwarte gegen Südkorea eine ähnlich kampfbetonte Begegnung wie im Viertelfinale gegen die Nordkoreanerinnen.
Wie das Konzept gegen die Südkoreanerinnen aussehen könnte, verrät Mittelfeldspielerin Kim Kulig: "Unser Plan A in den bisherigen Begegnungen war immer, früh in Führung zu gehen. Und dies ist uns ja auch in allen vier Spielen gelungen. Mit Plan B bei einem Rückstand mussten wir uns bisher noch nicht beschäftigen."
Kulig setzt wie ihre Trainerin und der Rest der Mannschaft auf das Bochumer Fußballpublikum. "Die Zuschauerkulisse im Stadion beflügelt uns natürlich. Allerdings ist bei dem Lärm die Verständigung untereinander auf dem Spielfeld schwer. Nach dem Schlusspfiff sind wir alle heiser. Aber dies nehmen wir gerne in Kauf, wenn wir dann im WM-Endspiel stehen."
Das WM-Turnier im eigenen Land zu gewinnen, ist nun klar die Vorgabe für die DFB-Frauen. "Jetzt spielen wir das Halbfinale, da ist es doch keine Frage, dass wir nun auch die Tür zum Endspiel aufstoßen wollen", erklärte Maren Meinert.













