FIFA U20-Frauen-WM: Gänsehaut-Gefühl
BOCHUM. "Bochum ist ein bisschen unsere Heimat geworden. Im Ruhrgebiet schlägt eben das Herz des Fußballs."
Die deutsche U 20-Nationalelf der Frauen und ihr Bochumer Publikum feiern nach dem 2:0 über Nordkorea den Einzug in das WM-Halbfinale. Spielführerin Marina Hegering gibt dabei nicht nur im Spiel den Takt vor. (Foto: Jens Lukas)
Maren Meinert, Bundestrainerin der deutschen U 20-Frauen-Nationalmannschaft und als gebürtige Duisburgerin ein Kind des Ruhrgebiets, fühlt sich mit ihrer Mannschaft in Bochum ausgesprochen wohl. Und ihren Spielerinnen wie Torhüterin Almuth Schult und Marith Prießen geht es ganz genau so. "Wir haben mit Bochum ein ausgesprochen gutes Los gezogen", meint beispielsweise Schult. Vor allem die Verbindung mit dem Bochumer Publikum sei eine ganz besondere. "Die vielen Zuschauer kommen extra für uns ins Stadion und feuern uns an. Es ist ein echtes Gänsehaut-Gefühl, wenn das ganze Stadion die Nationalhymne singt", so Prießen.
Welle der Euphorie
Und die Spielerinnen geben die Zuneigung dem Bochumer Publikum mit starken Leistungen zurück. Drei Spiele, drei Siege - so lautet die die Bilanz der bisherigen Partien im Bochumer WM-Stadion. "Wir kommen mit jedem Spiel unserem Traumziel einen Schritt näher und schweben auf einer Welle der Euphorie", erklärte Almuth Schult. Und Erfolg Nummer vier soll am Donnerstag im Halbfinale gegen Südkorea (Anstoß 15.30 Uhr) folgen. "Wir wissen alle, um was es geht, den Finaleinzug. Ich glaube nicht, dass wir jetzt so doof sind die Zügel schleifen zu lassen", ist Marith Prießen mit dem bisher Erreichten noch keineswegs zufrieden.
Freier Montag
Bis dahin hat Maren Meinert am Dienstag und am Mittwoch noch ein Training angesetzt, bevor es gegen Südkorea geht. Aber am Montag stand ein freier Tag auf dem Programm. "Die Spielerinnen müssen auch einmal den Kopf frei bekommen", begründete Meinert diese Maßnahme. Und ihre Spielerinnen nutzten diese Gelegenheit zum Shopping im Centro Oberhausen, einem Kinobesuch oder ganz einfach zum Entspannen. Aber ab Dienstag gilt wieder alle Konzentration dem Gegner Südkorea. Denn für Marith Prießen und das Team gibt es nur einen Wunsch: "Wir wollen das Halbfinale unbedingt gewinnen und in das WM-Finale einziehen." Die Bochumer jedenfalls werden das deutsche Team am Donnerstag auf jeden Fall wieder unterstützen.
Für ein erneutes Gänsehaut-Gefühl ist alles bereit.













