12. Auflage: Aids-Gala bestätigte ihren Ruf als Kult-Party
CASTROP-RAUXEL Wanda Kay besang das Karussell des Lebens, Lukas Be verzauberte das Publikum mit einer tanzenden Glaskugel auf seinem Körper und Christian Anders' Zug machte vielumjubelt Halt in der Europahalle: Die zwölfte Aids-Gala hat Samstagabend ihren Status als Kult-Party erneut bestätigt.
Die Aids-Gala in der Europahalle erfüllte wieder einmal alle Erwartungen. (Foto: Engel)
Tanzbegeistertes Publikum am Start
Angefeuert von Käthe Köstlich, der Kult-Kanone aus Düsseldorf, und Marc Staudinger aus Köln, die erstmals die Aids-Gala moderierten. Wobei Käthe nicht nur einen Koffer mit Glitzer-Gewändern, sondern mindestens eine Wagenladung mitgebracht haben dürfte. Lukas Be, der junge Jongleur aus unserer Stadt, faszinierte mit seiner artistischen Kunst und erntete Riesenbeifall, Uwe Engel, das dritte Mal bei der Gala am Start, kam als Nikolaus daher, nicht als DJ Ötzi und hatte in Nullkommanix mit dem „Stern, der Deinen Namen trägt“, das tanzbegeisterte Publikum von den Sitzen gerissen. Überhaupt: Es wurde getanzt bei dieser Gala, dass sich die Balken bogen. SPD-Stadtverbandschef Rajko Kravanja legte dafür auch seinen Schalke-Schal ab. Klar, dass Christian Anders nicht ohne Zugabe von der Bühne durfte. Pussycat setzte Erinnerungen frei, „Remember“, „Smile“, natürlich „Missisippi“. Aids-Gala-Chefin Rita Obst seufzte: „1976, genau meine Zeit.“
Fotostrecke Aids-Gala 2011
Wanda Kay’s Stimmgewalt entlockte Charly Plücker, viele Jahre Moderator der Gala, ein Riesenkompliment. Das Rainbow-Project wirbelte mit Szenen aus der Rocky Horror Picture-Show und Mamma Mia, der Ickerner Lokalmatador Jörg Dussa, Mitveranstalter der Gala, befeuerte mit seinen Terrortucken die Stimmung, Chris Alexandros hatte es drauf, auch Schmusesänger Andre Stade oder die aus Kuba stammende Leticia, um nur einige der Akteure zu benennen, nachdem krankheitsbedingt Feuerkünstler Wyataan, Tina Trump und Tommy Zanko hatten absagen müssen.Auftritt von Stephanie 0’Hara
Die schönste Überraschung für Rita Obst kam vor dem großen Finale. Die beiden Jungs von TM Joy hatten ein Lied für Stephanie 0’Hara geschrieben. Und zum ersten Mal nach drei Jahren trat die Sängerin, Tochter von Obst, wieder auf. „Every thing is possible“, so der Titel. Möglich ist alles. Das Finale setzten die Künstler, wunderbar improvisiert mit Frank Sinatras „I did it in my way“ nach sechseinviertel Stunden Programm. Der Tanz unterm Regenbogen war damit aber noch lange nicht beendet.


















