Altstadtmarkt: Bürgermeister Beisenherz kontert Kritik
CASTROP-RAUXEL Nach der Kritik von CDU und FDP an Bürgermeister Johannes Beisenherz und den vermeintlich gescheiterten Plänen für den Altstadtmarkt äußert sich Beisenherz im Interview mit RN-Redakteur Peter Wulle.
Johannes Beisenherz im Gespräch: »Förderbedingungen nicht hinreichend reflektiert.«
Beisenherz: Vom Planungsbüro wbp gab es den großen Wurf, von dem aber klar war, dass er im Ganzen so nicht wird realisiert werden können. Was in der Verwaltung nicht hinreichend reflektiert wurde, sind die Förderbedingungen.
Weil der Marktplatz als Parkplatz und auch mit dem Wochenmarkt und der Kirmes bewirtschaftet wird, gibt es keine Landesgelder. Heißt das, die in Aussicht gestellten 1,4 Mio. Euro für eine Umgestaltung sind futsch?
Beisenherz: Nein, überhaupt nicht. Es wird bei dem Fördervolumen bleiben.
Sie wollen also für das Geld nur die Randbereiche erneuern?
Beisenherz: Die Laufflächen am Reiterbrunnen auf der Seite der Galerie art.ist und auf der Seite der Sparkasse sollen so gestaltet werden, dass die Attraktivität des Marktplatzes gesteigert wird. Es wird darüber nachgedacht, Baumreihen zu versetzen, und es soll ein Beleuchtungskonzept geben. Diese Maßnahmen sind förderfähig und sollen in diesem Jahr diskutiert werden.
Während der SPD-Wahlkampftour durch die Altstadt ist im Sommer von Verwaltungsmitarbeitern deutlich gezeigt worden, dass der ganze Marktplatz marode und ein ziemlicher Flickenteppich ist. Deshalb hat man doch auch an dem Wettbewerb „Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“ teilgenommen.
Beisenherz: Wir werden auch die nicht-förderfähige Restfläche sanieren. Das wird nicht in aufwändiger Form geschehen können, aber die Teerflecken werden wir beseitigen. Zum Beispiel so, wie das auf dem Forum-Plateau an der Europa- und Stadthalle gut gelungen ist.
Der Marktplatz bleibt auf jeden Fall ein Parkplatz! Richtig?
Beisenherz: Ja, wenn es keine Alternative gibt, wird man die Marktfläche als Parkfläche nicht aufgeben. Die bewirtschaftete Fäche wird allerdings durch die vorgesehenen Maßnahmen kleiner.
Erleben wir in diesem Jahr, dass die Lönsstraße an der Herner Straße für PKW geöffnet wird?
Beisenherz: Das ist eine Forderung, die immer wieder kommt. Für mich hat sie dieselbe Qualität wie die Forderung nach einer Öffnung der Lange Straße von der B 235 in Habinghorst. Wer glaubt, dass sich mit der Öffnung der Lönsstraße für die Autofahrer von der Herner Straße die Probleme in der Altstadt lösen lassen, hat gar nichts verstanden.
Es wird also keine verbesserte Verkehrsführung dort geben?
Beisenherz: Das entscheidet ja nicht der Bürgermeister. CDU und FDP sollen mal einen Antrag stellen und dann werden wir gucken, ob es im Stadtrat eine Mehrheit für die Öffnung der Lönsstraße gibt oder nicht.
Wird wenigstens die Einbahnregelung an der Oberen Münsterstraße nach dem verlorenen Prozess gegen die Bahn wieder aufgehoben.
Beisenherz: Ich denke ja. Da werde ich mich drum kümmern. Man kann den Verkehr wieder in beide Richtungen über die Bahngleise führen.















