Stadt wartet auf klare Ansage: Die E-Zigaretten dampfen weiter
CASTROP-RAUXEL Während die Experten streiten, Politiker etwas verkünden und andere Städte Kontrolleure losschicken, lehnt sich Anke Brao auf Schwerin lässig auf dem Stuhl zurück – und zieht genussvoll an ihrer E-Zigarette.
Anke Brao setzt auf die E-Zigarette - und fährt dafür sogar von Waltrop nach Schwerin. Hier gibt es einen Spezial-Laden. (Foto: Abi Schlehenkamp)
Mit Kaffee, ohne Gestank
Dass das Liquid unters Arzneimittelgesetz fällt, womit Gesundheitsministerin Barbara Steffens Verbraucher und Städte wie Münster oder Essen aufgeschreckt hat, stört die beiden Frauen wenig. Dann müsste man schädlichen Tabak auch nur in der Apotheke verkaufen dürfen, sagen sie. Und vermuten, dass die Warnung ganz deutlich zu tun haben könnte mit der Tabaksteuer. Wobei die allerdings eine Bundes- und keine Landessteuer ist.
Umsatzeinbruch
Am Standort auf Schwerin sind die Unternehmer nach einem Blick ins Netz gelandet – wo die meisten Dampfer herkommen und wo es bereits Läden gibt. Kwiaton: „Im Dreiländereck Dortmund, Herne, Bochum haben wir uns für Castrop-Rauxel entschieden.“
So lange es aus Düsseldorf keine konkrete Ansage gibt, sagt Marco Boschanski, beim Ordnungsamt auch zuständig für den Nichtraucherschutz, passiere in Sachen E-Zigarette nichts. Ordnungsamtschef Manfred Koert ergänzt: „Ich hoffe, dass sie das neue Nichtraucherschutzgesetz besser hinkriegen als das alte.“ Da habe man nicht gewusst, wer geschützt werden sollte: Ob nun der Nichtraucher oder der Raucher.















