Fotos von Sarah Lüders: Die Telefonzelle als "Bühne des Wahnsinns"
CASTROP-RAUXEL Eine ganz neue Aufgabe für Telefonzellen schafft Sarah Lüder, Kommunikationsdesignerin aus Castrop-Rauxel.
Sarah Lüder und Ihr Modell an der Wartburgstraße. (Foto Görg)
Viele Menschen kennen sie noch zu gut. Die alten gelben Telefonzellen. Viele gibt es von ihnen mittlerweile nicht mehr. Sie droht mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Wenn da nicht Sarah Lüder wäre. Die 25-jährige Castrop-Rauxelerin studiert Kommunikationsdesign an der Universität Düsseldorf. Ihrer Idee ist es zu verdanken, dass die alte Zelle in einem neuen, allerdings ganz anderem Licht erscheint.
Fotostrecke Telefonzellen-Shooting
Wahnsinn
"Die Idee des Telefonzellenwahnsinns ist mit der Erstellung meiner Bewerbungsmappe im Oktober 2008 für die Uni geboren", erklärte Lüder. Doch was genau geht da vor sich? In erster Linie wird die Zelle zweckentfremdet. Ursprünglich gedacht als kleiner Mikrokosmos für ein ungestörtes Telefonat, dient sie nun als Bühne des "Wahnsinns". Und der Wahnsinn ist hier Programm. In mittlerweile über 70 Fotoshootings haben sich viele Models freiwillig diesem Wahnsinn hingegeben und präsentieren so ziemlich alles, was man in der Zelle überhaupt nicht erwarten würde.
Ausstellung gewonnen
Timo Hertel, Rochssare Neromand-Soma und Morten Hübbe sind ebenfalls durch die Plattform "unprojekte2010" auf Lüder aufmerksam geworden und begleiteten das Shooting im Rahmen einer Projektarbeit mit der Kamera. Und so sorgen die vier Studenten dafür, dass uns die langsam aussterbende gelbe Telefonzelle in einem "kunstvollen" Kontext wieder in Erinnerung gerufen wird.


















