http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#localnews-castrop#dcopt=ist;#1623632095#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#localnews-castrop##1686453542#120#600#3
Medienhaus Lensing
09.11.2007 19:06 Uhr
Schriftgröße: A A A

"Ein starkes Projekt hält Kritik aus"

CASTROP-RAUXEL Nachdem der Bürgermeister den Kunst- und Gestaltungsbeirat zur Chefsache gemacht hat, sprach RN-Redakteur Peter Wulle mit dem Schweriner Architekten Reiner Fuest, früher Geschäftsführer der GeWo und heute Vizepräsident der Architektenkammer NRW über Bausünden und Chancen der Baukultur in Castrop-Rauxel: Von Peter Wulle

«
1/1
»

Architekt Reiner Fuest.

 

Artikel aus diesem Ressort
Lust auf mehr? Dann testen Sie uns! Erhalten Sie unsere Tageszeitung zwei Wochen lang gratis.
Lesen Sie die Ruhr Nachrichten als eZeitung auf dem iPad 2 - beides zusammen ab 22,99 €/ Monat* im Paket.
Reisen Sie zurück ins Dortmund der 1930er bis 1980er Jahre - mit den Filmschätzen der Ruhr-Nachrichten-Leser.
5 DVDs für 69,90€

Der Kunst- und Gestaltungsbeirat hat die Pläne für den Bau des städtischen Kindergartens Lummerland deutlich kritisiert. Wie bewerten Sie die pavillon-artige Architektur?
Fuest: Das Gebäude, das am Ickerner Markt entstehen wird, passt von der Gestaltung her absolut nicht in das Umfeld der von Alfred Fischer entworfenen St. Antonius-Kirche und der unter Denkmalschutz stehenden Marktschule. Man hätte durchaus auch unter den gegebenen finanziellen Bedingungen ein architektonisch besseres Ergebnis erzielen können.

Wenn die Stadt bei ihren eigenen Bauprojekten schon so wenig Wert auf qualitätvolle Architektur legt, ist dann alles Rufen nach Baukultur nicht nur ein Lippenbekenntnis?
Fuest: Ja, wenn man sieht, dass ja vom Rat eingesetzte Kunst- und Gestaltungsbeirat in seiner Satzung das Ziel formuliert hat, zur dauerhaften Verbesserung des Stadtbilds beizutragen, dann ist das bisher auf jeden Fall nicht gelungen. Dieses Ziel muss man leben, und dann braucht man ein verändertes Arbeitsprinzip von Politik, Verwaltung und Planern.

Bürgern zugänglich machen

Wie müsste das aussehen?
Fuest: Derzeit ist es in Castrop-Rauxel so, dass sich die Verwaltung die Politik hält - wie man ganz aktuell daran sieht, dass ohne Berücksichtigung des Rates mal eben, wie die Ruhr Nachrichten berichteten, vier zusätzliche Stellen im Planungsamt geschaffen werden. Das kann so nicht sein. Die Politik ist das bestimmende Organ, und sie sollte sich auch darum kümmern, die Themen der Stadtentwicklung den Bürgern zugänglich zu machen. Bisher begnügt man sich mit dem bloßen gesetzlichen Pflichtverfahren.

Das passiert aber doch genau deshalb, weil die Investoreninteressen verfolgt werden sollen. Hätte man den Seniorenwohnpark am Stadtgarten frühzeitig öffentlich diskutiert, hätte er vermutlich nicht in dieser Bebauungsdichte realisiert werden können.
Fuest: Wenn eine Stadt ein Bauprojekt nicht von vornherein in die Öffentlichkeit bringt, dann misstraut sie ihren Bürgern. Am Stadtgarten, denke ich, war das der Fall. Ich meine immer, ein starkes Projekt hält auch Anfeindungen aus.

Pflänzchen erhalten

Der Bürgermeister hat den Kunst- und Gestaltungsbeirat zur Chefsache gemacht und das Gremium will nun auch öffentlich auftreten. Glauben Sie, dass sich nun wirklich etwas ändern wird?
Fuest: Es wäre fatal, wenn man dieses Pflänzchen sterben ließe. Von 396 Kommunen in NRW haben überhaupt nur 22 einen solchen Beirat. Der ist aber durchaus für einen verantwortungsvollen Umgang mit Stadtbaukultur von Bedeutung. Mit dem, was wir heute bauen, müssen ja Generationen leben. Außerdem ist Baukultur ein Standortfaktor, der entscheidend dafür ist, ob unsere Stadt als Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort attraktiv und konkurrenzfähig ist.

Ein Thema, das den Kunst- und Gestaltungsbeirat unter anderem beschäftigen wird, ist die Nutzung des Bunkers am Busbahnhof. Haben Sie eine Idee dazu?
Fuest: Es war erstmal gut, dass die die Stadt den Bunker für einen Euro vom Bund gekauft hat. Jetzt muss man eigene Vorstellungen entwickeln und Bedürfnisse formulieren. Ob es Bedarf für einen Kulturbunker, von dem ja schon gesprochen wird, gibt, sollte man sehr genau prüfen. Etliche Kultureinrichtungen, etwa die Zeche Zollverein in Essen, haben große wirtschaftliche Probleme.

Ein anderes Thema, das wieder auf die Tagesordnung kommen müsste, ist die Umgestaltung der Altstadt im Rahmen des Landesprojekts "Stadt macht Platz - NRW macht Plätze". Wird dabei am Ende mehr Herauskommen als die Instandsetzung des Altstadtmarktes?
Fuest: In der Größenordnung mit der neuen Pflasterung des vermeintlich historischen Rückgrats vom Markt über den Lambertus- bis zum Simon-Cohen-Platz wird das Projekt sicher nicht umgesetzt. Es wäre auch verpulvertes Geld. Das vorhandene Pflaster ist technisch einwandfrei und ein neues Pflaster würde nicht einen Kunden mehr in die Altstadt bringen.



Mi
-2°
Heiter
-9°
Klar
Do
-1°
Schneeschauer
-9°
Klar
Fr
-3°
Heiter
-11°
Klar
So feiert die Region: Der Karneval in Bildern
die büttenrede von Pastor Martin Ahls bleibt noch ein kleines Geheimnis, denn er hat noch einige Auftritte vor sich.
Super Stimmung beim Seniorenkarneval im Pfarrheim Lippramsdorf. 117 närrische Senioren verfolgten das tolle Programm. Sie kam diesmal nicht zu spät!
Till Eulenspiegel, Pfarrer Martin Ahls, fand es schön, ein Narr zu sein.
Heute wird geschunkelt, bis das Brust-Toupet verrutscht.
Die Alte Schmiede in Huckarde war Schauplatz des närrischen Treibens.
Im Liborisaal feierten die Körner Kinder Karneval.

Der große Preisvergleich

1

So günstig (oder teuer) ist das Leben in Castrop-Rauxel

Brot ist in Castrop-Rauxel besonders günstig.

CASTROP-RAUXEL Wie teuer ist das Leben in Castrop-Rauxel? Die Ruhr Nachrichten haben in Zusammenarbeit mit 13 anderen Medienhäusern in Deutschland Preise verglichen. Und zwar für solche Dinge, für die jeder Geld ausgibt. Ergebnis: Castrop-Rauxel muss den Vergleich nicht scheuen - vor allem bei Kita-Plätzen und Kultur. mehr...

Kontrollen am Freitag

2

Polizei blitzt 24 Stunden lang

CASTROP-RAUXEL Bei ihrem landesweiten 24-Stunden-Blitz-Marathon wird die Polizei am Freitag auf mehreren Straßen im Stadtgebiet Castrop-Rauxels aktiv. mehr...

Interview

3

Torsten Heermann: "Ich rechne fest mit dem Klassenverbleib"

Torsten Heermann, Trainer des B-Ligisten VfR Rauxel, geht optimistisch in die Rückrunde.

CASTROP-RAUXEL Nach 15 Spielen steht der Fußball-B-Kreisligist VfR Rauxel ohne Punkte am Ende der Tabelle. Der Abstieg in die Kreisliga C droht. RN-Mitarbeiter Marcel Witte sprach mit VfR-Trainer Torsten Heermann über die Neuzugänge und die anstehende Rückrunde. mehr...

15.000 Euro Schaden

4

Autofahrer prallt gegen eine Steintreppe

CASTROP-RAUXEL Ein Autofahrer aus Waltrop ist mit seinem Auto gegen die Steintreppe eines Hauses gefahren. Der Unfall passierte am Montagnachmittag auf dem Parkplatz der Kirchengemeinde an der Borghagener Straße, Höhe Stettiner Straße, wie die Polizei erst jetzt mitteilte. Es war nicht der einzige Unfall am Montag in Castrop-Rauxel. mehr...

Aufträge des Lenkungskreises

5

Sparpotenzial wird jetzt hart und konkret geprüft

Bürgermeister Johannes Beisenherz.

CASTROP-RAUXEL Gestrichen wird noch nichts, zunächst wird das Rathaus durchleuchtet. Eine ganze Reihe von Prüf-Feldern stellte Bürgermeister Johannes Beisenherz am Vormittag der Presse vor. mehr...

Lade TED
 
Abstimmung wird geladen, bitte warten...
 


http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#localnews-castrop##1982899353#350#125#12
Wir suchen Ihre Sparvorschläge!

Wie und wo kann die Stadt sparen?

Die finanzielle Situation der Stadt ist katastrophal. Wir möchten von Ihnen wissen: Wie und wo kann die Stadt noch sparen? Diskutieren Sie mit!

Mitmach-Aktion

Ihre Frage zu Castrop-Rauxel

Wir suchen Fragen zu unserer Stadt, Fragen zum Leben in Castrop-Rauxel. Schicken Sie uns eine solche Frage - und wir versuchen sie mit Hilfe von Experten zu beantworten.

http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#localnews-castrop##1999426689#300#250#4
Alles zum Schulentwicklungsplan
Auch hier gehen zu wenig Schüler zur Schule: Friedrich-Harkort-Schule

Welche Schulen schließen?

Die Schullandschaft in Castrop-Rauxel steht vor einem Umbruch. Wir berichten laufend und haben hier alle Berichte und Infos gesammelt.

Unterwegs in der Region
Mobiler Reporter Nico Drimecker / Verlag / 
[Foto: Dieter Menne, RN
Datum: 09.08.2011]

Der mobile Reporter

Unser mobiler Reporter Nico Drimecker ist für fünf Lokalausgaben der Ruhr Nachrichten unterwegs. Folgen Sie ihm auf Twitter und über die interaktive Karte durch seine Geschichten. mehr...

Online-Sonderveröffentlichungen

Firmen im Profil

Sead Rasinlic, ein Mitarbeiter von Hünnemeyer.

Ob Außenanstrich oder eine Verschönerung der Innenwände – bei Malermeister Johannes Hünnemeyer stehen ökologische Anstrichsysteme ganz oben auf der Liste. mehr...

Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
MünsterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | immo.RuhrNachrichten.de