Standort in der Diskussion: Toilette für die Altstadt kommt Mitte des Jahres
CASTROP-RAUXEL Große Aufregung um ein kleines Häuschen. Über den Standort für die seit Jahren geforderte, öffentliche Toilette in der Altstadt wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung heftig gestritten. Mehrere Politiker würden sie gerne am Busbahnhof sehen.
Etwa Mitte des Jahres soll die vollautomatische, selbstreinigende City-WC-Anlage installiert sein. Dafür muss aber erst die Sitzecke an der Leonhardstraße weggerissen werden. (Foto: Peter Wulle)
Standort an der Leonhardstraße "ist bekloppt"
„Da gehört sie hin“, meinte Ingo Boxhammer. „Der Standort an der Leonhardstraße ist bekloppt. Es sei denn, man möchte ,Castrop kocht über’ mit einer feudalen Toilette versehen“, fügte er spitz hinzu. Und Hans Esser verwies auf die Toiletten im Bürgerhaus und in der Gastronomie „Alter Markt“, die es ja in der Nähe des Marktplatzes bereits gebe. „Am Busbahnhof“, meinte auch er, „ist eine Toilette eher sinnvoll.“
Die Verwaltung und die rot-grüne Ratsmehrheit verwiesen auf ihr Projekt, den Bunker am Busbahnhof zu einem Kulturbunker samt öffentlicher Toilette zu machen. „Wir gehen davon aus, dass sich das in naher Zukunft entwickeln wird. Deshalb sind wir bereit, jetzt den nicht optimalen Standort für die Toilette in Kauf zu nehmen“, erklärte SPD-Chef Rajko Kravanja und erntete den Spott der Opposition. „Das ist doch Traumtänzerei“, sagte Christdemokrat Hans Esser.
"Wir verzichten auf Einnahmen"
„Null Einnahmen, null Ausgaben“, beschrieb Wolfgang Stark vom Immobilien-Management das Vertragsmodell. Der einzige, der daran keinen Gefallen fand, war Nils Bettinger von der FDP. „Wir verzichten auf Einnahmen“, meinte er.















