Frauenfußball-Stadtmeisterschaft: 2:1 im Finale - Victoria entthront Arminia
CASTROP-RAUXEL Die Erfolgsserie des SC Arminia Ickern bei der Frauenfußball-Stadtmeisterschaft ist gerissen: Im Endspiel verlor der dreimalige Titelträger mit 1:2 gegen Victoria Habinghorst. Der Bezirksliga-Aufsteiger aus Ickern war gegen den Kreisligisten zunächst zwar die spielbestimmende Mannschaft, fand jedoch kein Mittel gegen die kampf- und laufstarken Habinghorsterinnen.
Neuer Frauen-Stadtmeister: Das Team von Victoria Habinghorst. (Foto: Dahlhoff)
Victoria Habinghorst - Arminia Ickern 2:1 (1:0)
Eine Doppelchance von Svenja Wichmann und Alexandra Dretakis (18.) blieb lange Zeit die bemerkenswerteste Offensivaktion der Arminia. Die Victoria-Elf präsentierte sich zielstrebiger und ging nach 25 Minuten in Führung. Spielführerin Meike Bertram setzte sich auf der linken Seite durch und passte auf Patricia Strehlau, die unhaltbar zum 1:0 vollstreckte.
Anschluss zu spät
Beinahe wäre Strehlau drei Minuten später sogar der zweite Treffer gelungen, ihr Kopfball war jedoch zu unplatziert und ging am Tor vorbei. Auf der anderen Seite hatte Ickern Pech, als Sarah Schmidt – ebenfalls per Kopf – nur die Latte traf (33.).
Nach dem Seitenwechsel erwischte Habinghorst den besseren Start. Ann-Kristin Sibbe drang in der 55. Minute in den Ickerner Strafraum ein und versenkte den Ball zum 2:0 im Gehäuse.
In der letzten halben Stunde schwanden bei der Victoria allerdings zunehmend die Kräfte. Der Bezirksligist aus Ickern kam immer besser ins Spiel, konnte aber seine zahlreichen Tormöglichkeiten durch Svenja Wichmann (65., 73.), Christine Drewes (67.), Kapitänin Nicole Wieczorek per Freistoß (71., 77.) und Sarah Walkowiak (80.) nicht nutzen.
Gute Atmosphäre im Team
Erst in der 82. Minute gelang der Arminia doch noch der Anschlusstreffer durch Sarah Schmidt – zu spät, um der Partie noch eine Wende geben zu können.
Victoria-Trainer Claus Pagenkämper freute sich nicht nur über den Titel, sondern auch über die gute Atmosphäre im Team. „Wir arbeiten sehr harmonisch zusammen“, erklärte er, „es macht einfach nur Spaß“.
Arminia-Trainerin Monika Leo war vor allem mit der Leistung ihres Teams im ersten Spielabschnitt unzufrieden. „In der zweiten Halbzeit haben wir ordentlich gespielt, aber zu wenig aus unseren Chancen gemacht.“
Victoria: Tonat; Meuter (89. Kircher), Herzog, Lammers, Kühn, Sibbe, Beutler, Bertram, Strehlau (90. Wrede), Walczak, Brinkmann
Arminia: Pauge; C. Dretakis, F. Dretakis (58. Höffchen), Wichmann, Wieczorek, Lutomski, Kreiskorte (49. Drewes), S. Schmidt, Walkowiak, A. Dretakis, Radtke (89. Maranon).
Tore: 1:0 (25.) Strehlau, 2:0 (55.) Sibbe, 2:1 (82.) Schmidt.














