Das Castrop-Rauxeler Derby: 4:0 - Spvg Schwerin schlägt VfB Habinghorst durch späte Tore
CASTROP-RAUXEL Mit einem verdienten 4:0 haben sich die Bezirksliga-Fußballer der Spvg Schwerin gegen die Kollegen des VfB Habinghorst sicher durchgesetzt. Dabei hatte es nach der ersten Halbzeit noch nicht danach ausgesehen.
Spvg Schwerin - VfB Habinghorst 4:0 (0:0)
In der ersten torlosen Hälfte hatten sich die Mannen von VfB-Trainer Daniel Kuhn noch mit viel Glück, Geschick und einem starken Torwart Daniel Schultz, über Wasser gehalten. Nach der Pause ging dann die Formation nach dem 1:0 (51.) durch Peter Elbers förmlich unter. Die Nordlichter strahlten nicht mehr. Vorherigen Sonntag mit 7:1 gewonnen, diesmal nicht einmal richtig aufs Tor geschossen. Wie geht das?
Aus Habinghorster Sicht sicherlich die Erklärung, dass Stürmer Patrick Podwysocki (zuletzt vier Treffer) nach einer halben Stunde verletzt aus dem Spiel musste. Und das passierte bei einem Abwehrversuch. Das zeigt schon auf, dass Habinghorst tief stand und sich hauptsächlich auf die Defensive beschränkte. Schwerin versuchte sofort das Tempo zu bestimmen.
Schwerin vergibt viele Chancen
Und besaß Chancen, die eigentlich schon zu einer Vorentscheidung gereicht hätten. Aber da war ja auch noch Zerberus Schultz, der sein Tor stark behütete. Zunächst gegen Elbers (6.) und André Sawatzki (9.). Als sich Björn Schmidt einen leichtsinnigen Ballverlust (18.) leistete, verstand es auch David Queder nicht, den Habinghorster Keeper zu bezwingen.
Plötzlich war die Luft heraus. Was blieb war der starke Westwind, der die Windräder neben der Platzanlage zu verstärkter Stromversorgung animierte. Die Taktik der Gäste schien aufzugehen. Kurz vor seiner Verletzung hatte Podwysocki Nico Stockhausen überlaufen. Sein Querpass rauschte aber Richtung der ratternden Rotoren. Das war alles viel zu harmlos.
Feine Einzelleistung von Elbers
Das 0:0 zur Pause dennoch ein Erfolg für den VfB. Aber es gibt ja zwei Durchgänge. Und ab der 51. Minute waren die Blau-Gelben auch zahlenmäßig Herr im Haus. Elbers hatte eine feine Einzelleistung mit links in den linken Winkel abgeschlossen. Jetzt gab es kein Halten mehr. Dabei besaß Daniel Seil gleich im Gegenzug eine Chance. Ohne Erfolg. Das konnten die Schweriner besser. Dennis Dannemann reagierte nach einem Eckball von Stefan Kitowski am schnellsten: 2:0, die Derby-Geschichte so gut wie geschrieben.
Habinghorst hatte nicht mehr die Möglichkeit etwas gegen die drohende Niederlage zu tun. Unzufriedenheit machte sich breit. Trainer Kuhn forderte Nährig zu mehr Engagement. Die Antwort des Spielers passte nicht zu einem harmonischen Verhältnis. Schwerin störte das nicht. Marcel Struckmeyer schießt das 3:0 (81.) und Mathias Hipe verwandelt den Elfmeter zum 4:0 (89.), nachdem Struckmeyer von Patrick Turowski gefoult wurde.














