SV Wacker Obercastop: Akku ist leer - Uwe Esser geht nach elf Jahren
CASTROP-RAUXEL Nach elf Jahren ist der Akku leer. Uwe Esser hat jetzt beschlossen, dass er nach über einem Jahrzehnt seinen Platz auf der Trainerbank des Fußball-Bezirksligisten SV Wacker Obercastrop in der 2012/13 nicht mehr einnehmen will.
Uwe Esser ist nur noch bis Saisonende Trainer des SV Wacker Obercastrop. (Foto: Jens Lukas)
Nach eigener Aussage plant der 52-Jährige nicht, bei einem anderen Verein das Trainer-Zepter zu schwingen, sondern nach 18 Jahren als Coach (elf Jahre in Obercastrop, sieben Jahre beim VfR Rauxel) erst einmal eine Pause einzulegen.
Seinen Hobbys wolle er mehr Zeit einräumen. Uwe Esser: "Zudem juckt es mich auch, bei den Spielen des VfL Bochum im Stadion zu sein. Durch Spiele am Sonntag oder Training am Freitagabend konnte ich diese nicht immer sehen." Dann laufe er nicht mehr Gefahr, den ersten Einsatz seines Sohnes Michael, die Torwart-Nummer Zwei des VfL, im bezahlten Fußball zu verpassen.
Das Ziel: Landesliga-Aufstieg schaffen
Die Gedanken von Uwe Esser kreisen derzeit noch nicht im Ruhestand. Er betont: "In den kommenden vier Monaten lege ich meine ganze Kraft herein, damit wir den Aufstieg in die Landesliga schaffen." Derzeit ist der SV Wacker Obercastrop Bezirksliga-Zweiter mit drei Punkten Rückstand auf den Kirchhörder SC (1.).Neben den Dortmundern räumt Esser dem fünf Punkte hinter ihm rangierenden BSV Schüren (3.) sowie der Spvg Schwerin (4./"Bei den Schwerinern weiß man nie, woran man ist") Titelchancen ein. Der SuS Merklinde (7.), der nicht mehr eingreifen kann, verfüge über eine gute Mannschaft und könne seine Elf wie beim 1:1 im ersten Duell im Rückspiel ins Wanken bringen.
Lob für die "charakterstarke Truppe"
Uwe Esser ist voll des Lobes für seine aktuellen Schützlinge: "Ich hatte immer Glück, dass ich ordentliche Mannschaften bei Wacker hatte. Aber diese hier sind alle liebe Jungen, die auch sehr viel zusammen unternehmen und in der Liga das Zeug haben, jeden Gegner zu schlagen. Ich habe selten eine so charakterstarke Truppe trainiert."
Vor zwei Wochen hatten sich der neue Wacker-Vorsitzende Elmar Bök und Esser für ein Zukunftsgespräch zusammengesetzt. Uwe Esser, der in der Saison 2005/06 mit Obercastrop den Sprung in die Bezirksliga geschafft hatte, hatte sich dabei 14 Tage Bedenkzeit erbeten. Diese lief jetzt ab.
Wolfram Wuttke kommt nicht
Hinter der Bande war zuletzt der Ex-Profi Wolfram Wuttke als Esser-Nachfolger gehandelt worden. Elmar Bök: "Das ist nur ein Gerücht. Er passt nicht in unser Budget." Realistischer scheint, dass Spieler Toni Kotziampassis, dem Esser beim Sieg bei der Hallenstadtmeisterschaft die Trainerbank überlassen hatte, den Posten übernehmen könnte.
Uwe Esser: "Er hat schon bei einigen Vereinen gezeigt, dass er ein guter Trainer ist."














