Das Doll-Aus - das sagen Fußballer aus der Region
RUHRGEBIET Borussia Dortmund hat am Montagnachmittag Trainer Thomas Doll entlassen. Rang 13, mit 62 Gegentoren die löchrigste Abwehr der Liga – Fakten, die der sportlichen Leitung des BVB nicht genügten. Eine Überraschung? Oder die richtige Reaktion? Das sagen Amateur-Fußballer, Trainer und Vereinsfunktionäre aus unserer Region.
Björn Rosigkeit, Jugendfußball-Trainer aus Schwerte. (Foto: Archiv)
„Ich habe schon am Samstag nach dem Wolfsburg-Spiel gesagt, dass das wohl Dolls letztes Spiel sein wird. Aber ich finde es nicht richtig, dass der Trainer immer der schwache Punkt sein soll. Die sollten lieber mal den Spielern ans Geld gehen.“ Heinz-Friedrich Bodenstein, Co-Trainer beim Schwerter Fußball-B-Ligisten TuS Wandhofen.
„Für mich eine absolut richtige Entscheidung. Wenn ich sehe, wieviele Plätze die Mannschaft verloren hat, obwohl nicht wenige Millionen investiert worden sind, steht der Aufwand in keinem Verhältnis zu dem, was dabei herumgekommen ist.“ Hans Landsiedel, sportlicher Leiter des Schwerter Bezirksligisten SV Geisecke.
"Doll hat keine Größe gezeigt"
„Das ist eine Sache, mit der eigentlich jeder gerechnet hat und die zu erwarten war. Aus meiner Sicht ist die Entscheidung berechtigt. Doll hat keine Flagge gezeigt und hat nicht für klare Verhältnisse gesorgt. Er hat keine Größe gezeigt.“ Harald Rose, Vorstandsmitglied des Schwerter Kreisligisten Eintracht Ergste.
„Jetzt geht es wieder aufwärts. Die Aktienkurse werden wieder steigen.“ Thorsten Zwolinski, Trainer bei Arminia Ickern (Castrop-Rauxel).
„Doll hat die Mannschaft zu häufig geändert – nicht nachzuvollziehen.“ Udo Drees, Trainer des Fußball-Kreisligisten FC Frohlinde (Castrop-Rauxel).
„In der Meisterschaft hat Doll trotz einiger Nationalspieler nicht viel bewegt. Seine Taktikänderungen haben mich gestört.“ Thomas Faust, künftiger Trainer des Wittener Fußball-Verbandsligisten von TuRa Rüdinghausen.
„Als Verein hätte ich wohl auch so reagiert. Ob Jürgen Klopp jetzt der richtige wäre? Da wünsche ich mir eigentlich andere Namen.“ Paul Lämmer, Trainer der B-Junioren des FSV Witten, die gerade in die Landesliga aufgestiegen sind.
"Bei den Leistungen, die der BVB geboten hat..."
„Das war vorauszusehen. Bei den Leistungen, die der BVB in den letzten Monaten geboten hat." Mark Bördeling, Trainer des Verbandsligisten Lüner SV.
„Das war klar und nur eine logische Folge. Es waren keine Spielentwicklung, kein System zu erkennen. Bremen ist da für mich ein positives Beispiel." Uwe Höhn, Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfB 08 Lünen.
„Doll hat unglücklich hantiert. Die Platzierung war schlecht. Die Trennung ist die beste Lösung." Rolf Nehling, Trainer des Bezirksligisten SV Preußen Lünen.
„Ich habe schon vermutet, dass so etwas kommt. Die Mannschaft, die eigentlich mehr Potenzial haben müsste, hat so viele Tore kassiert, immer wieder Formschwankungen gezeigt." Peter Machura, Trainer des Lüner Kreisligisten Blau-Weiß Alstedde.
"Es war klar, dass neue Motivation erforderlich sein wird"
„Nach der schlechten Leistung der letzten Monate war klar, dass neue Motivation erforderlich sein wird." Manfred Chojnicki, Vorsitzender des Lüner Kreisligisten Westfalia Wethmar.
„Ich habe absolut damit gerechnet. Vielleicht haben die Dortmunder gewartet, bis Klopp oder Daum frei sind. Der Trainer ist das schwächste Glied in der Kette. Ich weiß nicht, ob es richtig ist, aber als Bayern-Fan ist mir das auch egal." Erik Sobol, Trainer des Kreisligisten FC Lünen 74.
„Ich bin zwar kein BVB-Fan, aber die Entwicklung war abzusehen. Der Vorstand ging ja schon seit längerem auf Distanz zum Trainer.“ Ludger Wilkinghoff aus dem Vorstand des Kreisligisten Werner SC.
„Dieser Schritt ist nicht überraschend. Bei dem Zuschauerpotenzial kann es nicht der Anspruch des BVB sein, auf Platz 13 zu stehen.“ „Ede“ Steffens, Fußball-Abteilungsleiter des Fußball-Bezirksligisten SV Herbern.
„Dass der Verein mit der Saisonbilanz nicht zufrieden sein kann, ist klar. Aber viele Leute haben wohl auch vergessen, wie die Situation war, als Thomas Doll vor gut einem Jahr kam. Die Qualität in der Mannschaft war einfach nicht ausreichend.“ Rolf Bock, 1981 für mehrere Wochen Cheftrainer beim BVB und heute sportlicher Leiter des Werner Kreisligisten SV Stockum.














