Fußball-Struktur-Reform: Den Castrop-Rauxeler Teams drohen lange Reisen
CASTROP-RAUXEL Lange Reisen drohen den Castrop-Rauxeler Fußball-Teams. Am Samstag hat der Westfälische Verband die Pläne für seine Kreis-Strukturreform vorgestellt. Demnächst sollen die fußballerischen Grenzen so verlaufen wie die politischen. Die Mannschaften müssten also nicht mehr nach Herne fahren, sondern in den Kreis Recklinghausen.
Die kreisfreie Stadt Herne indes wurde mit ihren 23 Vereinen zum "Zwerg-Kreis" schrumpfen.
Umsetzung bis zur Saison 2013/14?
Bis zum außerordentlichen Verbandstag 2012 wird sich der FLVW direkt vor Ort mit Vertretern der Kreise und der Vereine austauschen. Dabei wird es um die konkrete Umsetzung und den zeitlichen Rahmen der Kreisstrukturreform gehen. Hans-Otto Matthey, Vorsitzender des Fußballkreises Recklinghausen, geht ebenso von einer Umsetzung der Reform zur Saison 2013/14 aus wie Reinhold Spohn, Vorsitzender des Fußballkreises Herne.
Es gab auch Kritik und viele skeptische Blicke zu den neuen Plänen beim Treffen der Ständigen Konferenz am Samstag. Diese Befürchtungen teilt zum Beispiel Peter Wach, Geschäftsführer der Spvg Schwerin und Staffelleiter der lokalen Ligen B2 und C3: „Ob das für einige Vereine dann noch so attraktiv ist, wage ich zu bezweifeln“, so Wach, „ich kann mir vorstellen, dass es Mannschaften gibt, die dann nicht mehr an den Start gehen.“
Verband: "Schlankheitskur" muss sein
Gundolf Walaschewski, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Fußballentwicklungsplan, entgegnet: „Darüber werden wir uns bei den Treffen vor Ort austauschen. An unserer Schlankheitskur kommen wir aber nicht vorbei.“ Reinhold Spohn erklärte überdies, Vereine könnten Anträge stellen, sich einem anderen Kreis anschließen zu dürfen. Das müssten aber beide betroffenen Kreis-Vorsitzenden abnicken.














