Die Castrop-Rauxeler Klubs: Schwerin, Merklinde und Habinghorst siegen - Obercastrop nicht mehr Erster
CASTROP-RAUXEL Drei Fußball-Bezirksligisten aus Castrop-Rauxel durften sich freuen: Die Spvg Schwerin, der SuS Merklinde und der VfB Habinghorst fuhren am Sonntag, 4. Dezember, Siege ein. Der SV Wacker Obercastrop hatte indes Grund, sich zu ärgern.
Hörder SC - SV Wacker Obercastrop 3:0 (2:0)
Der SV Wacker Obercastrop hat den Titel des Herbstmeisters in der Fußball-Bezirksliga 15 verpasst. Die Elf von Trainer Uwe Esser unterlag beim Hörder SC mit 0:3 (0:2). Damit musste Wacker am letzten Spieltag der Hinrunde die Tabellenführung an den Verfolger Kirchhörder SC abgeben, der mit 4:1 gegen den TuS Eichlinghofen gewann.
Bereits zur Pause lagen die Obercastroper bei ihrem Gastspiel in Hörde mit 0:2 zurück, nachdem die Dortmunder in der 21. und 44. Minute getroffen hatten. Der Treffer zum 3:0-Endstand aus Sicht der Platzherren fiel erst in der Schlussminute.
SpVg BG Schwerin - SC Dorstfeld 09 2:0 (0:0)
Nach dem 2:0 (0:0)-Sieg gegen den SC Dorstfeld 09 beendet die Spvg Schwerin die Hinrunde in der Fußball-Bezirksliga als Tabellenvierter. Die Zuschauer am Grafweg sahen dabei im ersten Spielabschnitt eine Partie ohne nennenswerte Torszenen, da beide Teams sicher in der Defensive standen.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Schweriner den Druck und kamen in der 52. Minute zur 1:0-Führung durch Daniel Reuscheck. Bei den Dorstfeldern ließ die Konzentration nun spürbar nach. Durch zahlreiche leichte Abspielfehler leiteten sie immer wieder gefährliche Angriffe der Gastgeber ein. Marc Olschewski (67.) traf jedoch nur den Pfosten (67.), Peter Elbers köpfte freistehend über das Tor (69.).
In der 76. Minute fiel die Vorentscheidung für Schwerin durch Sascha Schröder. Die Gelb-Rote Karte, die Kapitän Peter Elbers in der Schlussphase wegen Meckerns erhielt, fiel nicht mehr ins Gewicht.
VfB Habinghorst - FC/JS Hillerheide 3:1 (1:0)
Mit einem 3:1 (1:0)-Sieg gegen den FC Hillerheide verschafften sich die Fußballer des VfB Habinghorst am letzten Hinrunden-Spieltag der Bezirksliga einen guten Abschluss. Als der für Christian Bäuml in der 70. Minute eingewechselte Dennis Both in der dritten Minute der Nachspielzeit von der Mittellinie ins leere Tor schoss, war die schöne Advents-Geschichte gelesen.
Denn gerade in den Minuten davor hatte der Tross von Trainer Daniel Kuhn bei einbrechender Dunkelheit fast den Durchblick verloren. Die Fans auf der Tribüne sahen sich an die letzten Spiele erinnert, als die Habichte durch späte Gegentore ihre "Flügel" hängen ließen. Diesmal ist es gut gegangen. Coach Kuhn hatte die Zeichen der Zeit erkannt und rief seinem Abwehr-Dominator, Björn Schmidt, immer wieder zu: "Halte das Ding fest."
Der Libero war schon vorher das Sinnbild vieler gewonnener Zweikämpfe. Das war auch nötig, denn die Gäste zeigten, dass sie Fußballspielen können. Nur mit dem Abschluss haperte es. Wobei sich die "Schmidt und Co." auch auf ihren guten Torwart Daniel Schultz verlassen konnten. Der hatte kurz vor dem Anpfiff noch mit einer Cola seinen "Zuckerhaushalt" verbessert. Da mussten wohl noch Nachwehen einer Weihnachtsfeier vom Tag zuvor abgebaut werden. Hillerheide versuchte ins Spiel zu kommen und überraschte selbst den Dortmunder Trainer Thomas Faust, der aus privaten Gründen beim TuS Rahm seinen Job abgab: "Die spielen wirklich gut."
Aber das Tor schossen die Hausherren. Schmidt (8.) hatte an der Mittellinie die Gasse gefunden und Patrick Podwysocki das Tor: 1:0. Die Gäste geplättet und konnten sich glücklich schätzen, dass die zwei Daniels (Kristler/Seil), ihre guten Chancen nicht ins Tor bekamen. Nur spielerische Ansätze reichten den Gästen nicht. Die Hausherren machten das besser. Seil (55.) sah den Gäste-Torwart zu weit vor seinem Gehäuse und machte aus dem Mittelkreis heraus das 2:0. Trainer Kuhn konnte sich danach glücklich schätzen, dass er bei dem Freudensprung des Schützen nicht auf der Aschenbahn landete.
Nahm er sicherlich gerne in Kauf. Nicht, dass seine Burschen nachlässig mit ihren Kontern umgingen. Tatsächlich fiel der Anschluss (88.) und das sichere Gefüge brach zusammen. Doch Both half quasi aus der Not.
SV Westfalia Huckarde - SuS Merklinde 2:3 (1:0)
Ganz spannend machte es der Fußball-Bezirksligist SuS Merklinde (6.). Mit zwei Toren in der Schlussphase der letzten Hinrundenbegegnung, konnte noch ein 3:2 (0:1)-Sieg bei Westfalia Huckarde (13.) gefeiert werden.
Was für ein Spannung am Ende. Dabei besaß am Anfang (10.) schon der agile Tobias Ott eine ganz dicke Chance. Marvin Willenberg und Yusuf Kirac hatten den "Mittelfeldwühler" in beste Schussposition gebracht. Doch dessen Abschluss landete nur auf den Fäusten des Keepers. Nach einer halben Stunde machten es die Huckarder mit ihrem 1:0 besser. Merklinde nur leicht geschockt und sauer, weil Schiedsrichter Michael Schulz (Hagen) ein klares Foul vor die Strafraumlinie legte. Pause und kurze Zeit später der nächste Schock.
Die Gastgeber machten das 2:0 (60.). Worüber sich die Dortmunder aber nicht lange freuen konnten. Moritz Budde sorgte durch ein als Flanke gedachtes Tor den 1:2-Anschluss (65.). Die Westfalia nun verunsichert hatte Glück, dass Willenberg, nach Vorlage von Emil Durmis, aus sieben Metern die Kugel am Tor (78.) vorbeirollen ließ. Merklindes Sportlicher Leiter Martin Broll: "Das hätte schon der Ausgleich sein können." Und Nerven gespart.
Die gingen einem Huckarder Spieler durch, der nach einem Foulspiel die Rote Karte (83.) sah. Die Gäste witterten ihre Chance. Durmis war es dann, der nach einem Freistoß seines Spielertrainers Marco Gruszka (aus 30 Metern) zum 2:2 (88.) abstaubte. Der Schütze lässt einfach nie locker. Auch diesmal nicht: Durmis schoss das 3:2 (90+2) wieder nach einem weiten Freistoß von Gruszka.














