Fußball-Stadtmeisterschaft: Schwerin verteidigt den Titel - Merklinde diesmal Dritter
CASTROP-RAUXEL Alles wie im letzten Jahr bei der Fußball-Stadtmeisterschaft: Die Spvg Schwerin holte durch einen 3:0-Sieg an der Brandheide den Titel. Der SV Wacker Obercastrop darf sich derweil zum fünften Mal in Folge nur die Vize-Urkunde an die Wand hängen. Nur die Merklinder machten es anders als 2010.
Im Spiel um Platz drei besiegte Merklinde (rot) den VfB Habinghorst. (Foto: Dahlhoff)
Spvg Schwerin - Wacker Obercastrop 3:0 (1:0)
Zum Endspiel wurde der rührige Veranstalter FC Frohlinde an der Brandheide endlich mit verstärktem Fan-Zuspruch belohnt. Rund 400 Zuschauer wollten sich das Derby der besten Teams nicht entgehen lassen. Eine ganz andere Kulisse als in den Tagen davor. Das Spiel hatte es verdient. Es knisterte förmlich im großen Rund, als die Castrop-Rauxeler Schiedsrichterin Nadine Matthes, der man im Nachhinein eine sehr gute Leistung attestieren konnte, das Spiel mit einem energischen Pfiff frei gab.
Fotostrecke Spvg Schwerin holt Stadtmeistertitel
Aber eine Viertelstunde passierte zunächst nicht viel. Beide Bezirksliga-Teams zeigten viel Respekt voreinander. Es waren natürlich auch jede Menge alte Bekannte, die sich da im fremden Trikot gegenüber standen. Der Beweis: Neun vormalige Akteure vom Schweriner Berg liefen in der Anfangsformation aus Obercastrop auf. Da gab es schon mal hitzige Zweikämpfe, die allerdings die Frau an der Pfeife couragiert in den Griff bekam.Klahs wurde lauter
Das Spiel nahm Fahrt auf. In der 21. Minute besaß der alte und später auch neue Stadtmeister die erste Chance. Eckball durch Marc Olschewski, und Peter Elbers setzte seinen Kopfball ganz knapp am Winkelkreuz vorbei.
Die „Blau-Gelben“ verstärkten den Druck und profitierten von einer Unachtsamkeit des Wacker-Torwarts Marcel Lindner. Der schob Ricardo Neumann einen Abschlag in den Fuß und musste den mit „Schmackes“ geschossenen Ball aus dem Netz holen: 1:0 (29.) für Schwerin.
Gleich im Gegenzug besaß Ahmet Caki die Ausgleichschance, scheiterte aber mit einem Freistoß am gut reagierenden André Dante im Schweriner Tor. Das Team von Trainer Uwe Esser kam jetzt besser zurecht. Nach der Pause (47.) hielt Dante einen weiteren Freistoß von Myron Dretakis. Jürgen Klahs, Trainer der Schweriner, wurde lauter. Und konnte sogleich laut jubeln, weil direkt nach dieser Aktion David Queder einen Konter mit dem 2:0 abschloss.
Wacker bemühte sich weiter. Als aber nach einem kraftvollen Spurt von Daniel Reuschek Enver Muzaffer das 3:0 (70.) einschob, war die Geschichte früher gelesen als gedacht.
SCHWERIN: Dante; Kitowski (84. Rybarczyk), Dannemann, Reuscheck, Stockhausen, Fritz, Muzaffer (72. Wiencek), Elbers (84. Kantzke), Queder (84. Hipe), Olschewski (72. Sawatzki), Neumann
OBERCASTROP: Lindner; T. Firch, Cakir (66. Pape), B. Fritsch, D. Firch, Sahinli, R. Schmieja (76. J. Fritsch), Luka, Backes (88. Gönül), Caki (75. Mintemur), Dretakis.
Tore: 1:0 (29.) Neumann, 2:0 (48.) Queder, 3:0 (70.) Muzaffer.
Spiel um Platz 3
VfB Habinghorst - SuS Merklinde 2:4 ((1:1)
Der SuS Merklinde hat den Spieß umgedreht. Vor Jahresfrist hatten die Merklinder das kleine Finale der Fußball-Stadtmeisterschaft nach einem Tor von Patrick Podwysocki noch mit 0:1 gegen den VfB Habinghorst (damals Landesliga) verloren. Gegen den neuen Bezirksliga-Klassenkameraden hatte die Elf vom Fuchsweg diesmal mit 4:2 die Nase vorn.
In der Schlussphase kam der SuS durch Treffer seiner Youngster im Sturm zu den Siegtreffern. Zunächst netzte Yusuf Kirac nach Flanke von Marcel Varbelow mit einem überlegten Schuss per Außenrist zum 3:2 (80.) ein.
Auf der Gegenseite hatte VfB-Kapitän Björn Schmidt mit einem Kopfball aus fünf Metern die Ausgleichschance. Der Ball ging aber neben das von David Kulina gehütete Gehäuse. Danach war es Merklindes Varbelow, der ein Zuspiel des eingewechselten Christopher Karweina zum entscheidenden 4:2 (86.) mit einem direkten Flachschuss ummünzte.
Frühe Kirac-Chancen
Zuvor hatten die rund 100 Zuschauer in Frohlinde ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel gesehen – mit dem besseren Start für Merklinde. Bei den ersten beiden Angriffen hatte Kirac bereits Treffer auf dem Fuß. Für Habinghorst setzte Neuzugang Christian Bäuml (DSC Wanne) einen Freistoß knapp neben das Tor (8.).
Im Gegenzug scheiterte Emil Durmis an Keeper Pascal Heuser. Kirac verfehlte das leere Tor (9.).
Den Torreigen eröffnete Marcel Varbelow mit dem 1:0 (35.), als er eine Kombination über Manndecker Dietmar Gaida und Kirac vollendete. Einen Flankenball von Patrick Podwysocki nickte René Wysk zum 1:1 (43.) kurz vor der Pause ein.
Nach dem Seitenwechsel stellte auch Yusuf Kirac seine Kopfballstärke unter Beweis – nach Flanke von Benjamin Jakob zum 2:1 (67.). Aber auch auf diesen Treffer hatten die Habinghorster eine Antwort. Philipp Nährig war Wegbereiter per Flanke auf der Außenbahn. Podwysocki traf zum 2:2 (74.). Ein Ausgleich, der nur sechs Minuten hielt.
MERKLINDE: Kulina; Ott, D. Schmieja (46. Schickling), Schnittka, Gaida, Jakob, Domingos-Mueka, Schudmann (46. Karweina), Varbelow, Durmis (65. Baukrowicz), Kirac
HABINGHORST: Heuser; Teichmann, Spruch, E. Schwarz, Schmidt, Mavridis, Bäuml, Wysk (76. Volle), Podwysocki, Nährig, Seil (76. Schultz).
Tore: 1:0 (35.) Varbelow, 1:1 (43.) Wysk, 2:1 (67.) Kirac, 2:2 (74.) Podwysocki, 3:2 (80.) Kirac, 4:2 (86.) Varbelow.

















