Schwerin-Merklinde: SuS besiegt Spvg im Derby mit 1:0
CASTROP-RAUXEL Das Bezirksliga-Derby zwischen der Spvg Schwerin und dem SuS Merklinde stand lange auf der Kippe, doch trotz starken Nebels ist es am Nachmittag angepfiffen worden. Am Ende konnte sich der SuS mit 1:0 durchsetzen.
Spvg Schwerin - SuS Merklinde 0:1 (0:0)
Nachdem das im Vorfeld angesetzte Spiel der Spvg Schwerin II (Kreisliga B) aufgrund des dichten Nebels am Grafweg ausfallen musste, stand auch das Bezirksliga-Lokalderby auf der Kippe. Schiedsrichter Stephan Kaminski entschied sich nach eingehender Prüfung der äußeren Bedingungen dafür, die Partie zwischen Schwerin und Merklinde mit fünfminütiger Verspätung anzupfeifen.
Allerdings waren die Sichtverhältnisse auf dem Platz grenzwertig, das Geschehen in der jeweils gegnerische Hälfte von den Toren aus nur schemenhaft zu erkennen.
Zerfahrene Partie ohne große Torchancen
Dementsprechend zerfahren verlief die Partie. Beide Mannschaften benötigten fast 20 Minuten, um sich auf die Bedingungen einzustellen. Dann sorgte Schwerins Marc Olschewski mit einem strammen Flachschuss aus 20 Metern erstmals für Gefahr, SuS-Keeper David Kulina reagierte jedoch glänzend.
Ansonsten passierte auf beiden Seiten wenig in den Strafräumen. Die Merklinder standen weitestgehend sicher in der Abwehr und machten den Platzherren auf diese Weise das Leben schwer.
Dies sollte sich erst eine Viertelstunde nach dem Seitenwechsel ändern, als sich die Schweriner spürbar bemühten, mehr Druck aufzubauen. Spvg-Trainer Jürgen Klahs setzte in dieser Phase mit der Einwechslung von Tommy Kantzke als frischer Offensivkraft für Sascha Schröder neue Impulse.
Turbulente Schlussphase
Die Angriffe der Gastgeber wurden jetzt schneller vorgetragen, in Strafraumnähe blieben die Bemühungen jedoch zumeist Stückwerk. Eindeutig effektiver trat der Gast aus Merklinde auf: In der 72. Minute kam Niko Kresic nach
einem Eckstoß an den Ball und markierte aus kurzer Distanz den Führungstreffer.
Damit hätte die Partie noch nicht entschieden sein müssen, doch die Schweriner gingen in der turbulenten Schlussphase geradezu fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um: Peter Elbers (87.) kam freistehend zum Abschluss und traf über das Tor, drei Minuten später schoss Dennis Dannemann vorbei.
Paukenschlag in der Nachspielzeit
Die vierminütige Nachspielzeit endete mit einem Paukenschlag: Im Anschluss an einen Schweriner Freistoß stiegen der nach vorne geeilte Keeper Andé Dante und Nicolas Stockhausen zum Kopfball hoch. Stockhausen versenkte den Ball im Netz, der Unparteiische entschied jedoch auf Abseits.
Während auf Merklinder Seite gejubelt wurde, war Schwerins Trainer Jürgen Klahs unzufrieden: „Die Niederlage war unnötig, weil wir unsere Chancen einfach nicht genutzt haben.“ In der Tabelle sind die beiden Lokalrivalen jetzt unmittelbare Nachbarn: Während die Spvg von Platz vier auf fünf abrutschte, verbesserte sich der SuS um einen auf den sechsten Rang.














