Die Castrop-Rauxeler Klubs: Wacker siegt zum Auftakt - Niederlagen für VfB, SuS und Schwerin
CASTROP-RAUXEL Einen positiven Saisonstart hat nur der SV Wacker Obercastrop hingelegt. Die Esser-Elf siegte in Dorstfeld mit 1:0. Für die übrigen drei heimischen Teams begann die Spielzeit dagegen nicht so gut. Die Ergebnisse der Castrop-Rauxeler Bezirksliga-Klubs im Überblick.
Hatten mehr zu tun gegen Kirchhörde als ihnen lieb war: David Queder (Nummer 13) und Dennis Dannemann (Nummer 3) von der Spvg Schwerin. (Foto: Marc Dahlhoff)
SC Dorstfeld 09 - Wacker Obercastrop
0:1 (0:0)
In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer ein typisches Auftaktspiel zu Saisonbeginn. Verteilte Aktionen ohne große Höhepunkte. Beide Abwehrreihen standen so gut, dass es keine nennbaren Chancen gab. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar: "Wer das erste Tor macht gewinnt".
So sollte es geschehen. Zwei neue Akteure im Wacker-Trikot waren direkt beteiligt: Ahmet Caki schoss einen Freistoß, den der Torwart nur an die Torlatte lenken konnte. Cihangir Sahinli, den alle ja nur "Django" nennen, schießt aus kurzer Distanz zum 0:1 (77.) ein.
Die schwüle Hitze nagte an der Kondition. Während die Dortmunder auf ihrem eigenen Geläuf keine Chancen mehr besaßen, drehten die Gäste noch weiter auf. Ein Schuss von Julian Fritsch "tanzte" nur auf der Latte. Sahinli musste sich dem Keeper geschlagen geben. Das gleiche "Malheur" passierte dem eingewechselten André Pape. Der gegnerische Keeper war nicht mehr zu bezwingen.
SuS Merklinde - SG Lütgendortmund
2:3 (0:2)
Dabei begannen die Hausherren gut, besaßen gleich in der Anfangsphase sogar zwei sehr gute Möglichkeiten. Einmal war es Youngster Marcel Varbelow (5.), der einen Volleyschuss aus zehn Metern nur wenige Zentimeter über das Gehäuse der Gäste jagte. Dann war Ivica Ivancic im Pech, als sein Schuss aus kurzer Distanz nur den Pfosten touchierte.
Und mit einer Aufstiegs-Euphorie im Nacken klappte es bei den Gegnern besser. Dabei benötigten die Nachbarstädter allerdings auch noch die Mithilfe von Merklindes Spielertrainer Marco Gruszka. Der versuchte einen Querpass abzuwehren, brachte dabei den Ball zum 0:1 (20.) über die eigene Linie. Broll dazu: Marco hatte gar keine andere Möglichkeit."
Der Schock saß tief. Merklinde verlor den Faden. Als der heimische Zuschauer dann den Eindruck hatte, dass es langsam wieder besser wurde, preschten die Gäste energisch dazwischen. Man kennt das ja: Zu weit aufgemacht, Ballverlust in der Vorwärtsbewegung und ein Konter, der das 0:2 (37.) brachte.
Direkt nach dem Seitenwechsel (48.) waren alle guten Vorsätze über den Haufen geworfen. Broll: "Wir waren zu schlafmützig, die Dortmunder hellwach": 0:3 (48.). Und die mussten dann doch noch zittern. Ivancic verwandelt einen Elfmeter zum 1:3 (59.), nachdem der gerade eingewechselte Emil Durmis im Strafraum gefoult wurde. Jetzt kam Stimmung auf am Fuchsweg. Trotz der hohen Temperaturen schalteten die Hausherren einen Gang höher.
Da bedurfte es dann einer einfachen Idee, um Erfolg zu haben. Abwehrmann Markus Schnittka nahm Maß und traf aus gut 25 Metern zum 2:3 (86.) in den Winkel. Die Merklinder sahen ihre Chance, zumal die Gäste kräftemäßig nichts mehr hinzuzusetzen hatten.
BSV Schüren - VfB Habinghorst
2:1 (0:0)
Neue Saison, neue Liga, aber alte Probleme. Der Habinghorster Trainer Daniel Kuhn hatte elf Spieler plus zwei Akteure aus der zweiten Mannschaft zur Verfügung. Wie zuletzt bei der Stadtmeisterschaft musste Routinier Jörg "Jogi" Teichmann, statt bei den Altherren mit den "jungen Wilden" (Kuhn) in der "Ersten" spielen.
Eine Halbzeit lang ließen die Gäste aus dem "Habichthorst" auf der Schürener Asche nichts anbrennen. Aber dann müssen sie gedanklich noch in der Kabine gewesen sein. Statt einen eigenen Eckball besser auszuspielen, sorgte ein Konter für die 1:0-Führung der Gastgeber (47.). Kuhn: "Das war unnötig." Mit dem Vorsprung im Nacken, lief es jetzt beim Gegner, den im Vorfeld viele zu den Mitfavoriten zählten, besser.
Und mit diesem Motivationsschub gelang auch das zweite Tor. Nach einer offensichtlichen Fehlentscheidung (Kuhn: "Das hätte Abstoß für uns geben müssen") sorgte wieder ein Eckball für das Tor: 0:2 (75.).
Habinghorst gab nicht auf. Daniel Seil gelang mit einer schönen Einzeleistung das 1:2 (86.). Aber das war einfach zu spät. Jetzt konnte man auch den Chancen von Patrick Podwysocki oder des jungen Maurice Györki aus der ersten Hälfte nachtrauern. Beide scheiterten ganz knapp.
Spvg Schwerin - Kirchhörder SC
0:1 (0:0)
Nur langsam nahm das Spiel Fahrt auf. Allerdings lag das auch an den Gästen aus Kirchhörde. Die Akteure des Tabellenzweiten der Vorsaison ließen zunächst nur den Ball in den hinteren Reihen zirkulieren. Da die Heimischen auch nicht zu schnell aufmachten, passierte kaum etwas. Nach 17 Minuten dann die erste richtige Chance. Marc Olschewski bringt einen Eckball herein, Andrè Sawatzki köpft, aber der Keeper pariert.
Das sollte dann auch die einzig "gefühlte" Kopfballaktion eines Schweriner Kickers gewesen sein. Alle anderen Versuche wurden von der gegenrischen Gardemaß-Abwehr gewonnen.
Im zweiten Durchgang begann Schwerin stark. Nachdem drei gute Angriffe aber keinen Treffer brachten, ging es im alten Trott weiter. Es wurde hektisch. Und Sawatziki fiel völlig aus der Rolle. Zu seinem Glück, als er im Nachlaufen einen Gegner an den Kopf schlug, hatte das der Schiedsrichter nicht gesehen. Ob er dafür nach dem Spiel noch einen Rüffel von Klahs bekommen hat, ist nicht bekannt.
Denn sauer war Klahs über eine Aktion direkt nach der Tätlichkeit seines Youngster. Da sah nämlich ausgerechnet Routinier Daniel Wiencek wegen einer Beleidigung die Rote Karte (65.). Eine Karte von entscheidender Bedeutung. Gleich im Gegenzug nutzte ein Kirchhörder Akteur den raum, den Wiencek nicht mehr ausfüllte und schoss frei vor Torwart André Dante das 0:1 (66.).
Die "Blau-Gelben" versuchten noch einmal ins Spiel zu kommen. Das klappte aber nicht richtig, obwohl ein Gästespieler wegen Zeitschinderei mit Gelb-Rot den Personalstand wieder paarig gestaltete.














