Sportlerporträt: Wie aus Michel Zimmer ein Bundesliga-Handballer wurde
CASTROP-RAUXEL Es sah verdammt schlecht aus für Michel Zimmer. Nach einjähriger Verletzungspause hat sich der Castrop-Rauxeler Handballer dennoch zurückgekämpft in seinen Sport und läuft jetzt für den HSC Eintracht Recklinghausen in der A-Junioren-Bundesliga Nord auf. Ein Porträt.
In der vergangenen Saison war der Castrop-Rauxeler Michel Zimmer in erster Linie im B-Jugend-Team des HSC Eintracht Recklinghausen in der Bezirksliga, hier gegen Schalksmühle-Halver, am Ball. (Foto: Schumann)
Seine beiden Brüder Max und Felix sind Freizeit-Handballer, auch Vater Matthias hat ebenfalls Handball gespielt. Die ganze Familie hat das Handballspielen bei der HSG Rauxel-Schwerin gelernt. Max und Felix Zimmer gehören aktuell der Bezirksliga-Mannschaft der Rauxel-Schweriner an.
Mit acht Jahren hat Michel Zimmer bei der HSG mit dem Handballsport angefangen. Ein Trainer ist ihm dabei in Erinnerung geblieben: "Die wichigste Person war Karl Kulosa, er hat mich das Handballspielen gelehrt."
Ein Jahr Zwangspause nach OP
Vier Jahre später ist er durch seine guten Leistungen bei der HSG - seine Stärken liegen vor allem im Duell Eins gegen Eins - den Trainern der Kreisauswahl des Handballkreises Industrie aufgefallen und hat an Vergleichsturnieren und Kreisauswahllehrgängen teilgenommen. Über die Trainer des Kreises ist noch er im selben Jahr mit der HSC Eintracht Recklinghausen in Kontakt gekommen.
Zimmer hat das Doppelspielrecht
Nach einem Jahr in der B-Jugend-Mannschaft des HSC Eintracht Recklinghausen in der Bezirksliga schaffte Zimmer jetzt den Sprung in die A-Jugend der Recklinghauser, die in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Bundesliga geschafft haben - der laut Internetseite der Eintracht "sportlich größte Triumph in der Vereinsgeschichte".
Doch Michel Zimmer wird in der neuen Saison nicht nur für die A-Jugend der Eintracht auflaufen. Als einer von vier Spielern seines Teams besitzt der halblinke Rückraumspieler ein Doppelspielrecht, mit dem er für den Bundesliga-Nachwuchs und die Herren-Mannschaft in der Verbandsliga auf Torejagd gehen darf - obwohl Zimmer noch zwei Jahre A-Jugendlicher sein wird.
Schule hat oberste Priorität
Neben dem Handball hat die Schule für den 17-Jährigen oberste Priorität. Michel Zimmer hat bis vor zwei Jahren das Adalbert-Stifter-Gymnasium in Castrop-Rauxel besucht, macht jetzt allerdings sein Abitur mit dem Schwerpunkt Sport auf dem Lessing-Gymnasium in Bochum.
Über eine Karriere als Profi hat sich der Castrop-Rauxeler keine ernsthaften Gedanken gemacht. Für die Bundesliga-Saison, die für sein Team am Samstag, 17. September, bei der HSG Menden-Lendringsen beginnt, hat er aber ein ganz klares Ziel: "Wir als Neuling wollen gut und oben mitspielen."














