Fußball: Wie die Trainer ihre Übungsstunden den Temperaturen anpassen
CASTROP-RAUXEL Der Winter hat die Bezirksliga-Fußballer fest im Griff und drückt der Vorbereitung der Teams seinen Stempel auf. Ausgefallene Testspiele und begrenzte Trainingsmöglichkeiten sind derzeit an der Tagesordnung. Folgerichtig haben die Trainer der heimischen Teams ihre Übungsmethoden den Witterungsbedingungen angepasst.
(Foto: Jens Lukas)
DochUwe Esser, Trainer des SV Wacker Obercastrop, relativiert auch stellvertretend für seine Kollegen: "Es läuft besser als man vermuten könnte." Spielerische oder taktische Elemente könne man wegen der Ruhephasen der Spieler auf dem Platz derzeit nicht einstudieren: "Insofern sind wir natürlich schon etwas eingeschränkt. Wichtig ist derzeit, dass alle in Bewegung bleiben".
Das sieht sein Trainer-Kollege Daniel Kuhn vom VfB Habinghorst ähnlich, er hat ebenso wie Esser eine Trainingseinheit kurzerhand in die Indoor-Einrichtung nach Henrichenburg verlegt. Der gefrorene Rasen in der Kampfbahn "Habichthorst" ist für den VfB kein Problem, Testspiele hatte der Coach nur auswärts verabredet.
Lange Hosen, Mützen und Funktionskleidung
Kuhn: "Es ist doch nur logisch, dass wir das Training an die Witterung anpassen und bei den starken Minusgraden nicht an die Belastungsgrenze gehen." Zu diesem Zweck gehen die "Nordlichter" abermals nach drinnen - wie am Wochenende zum Spinning für die Grundlagenausdauer.
Genau richtig, so der Orthopäde Alfred Steinhoff aus Habinghorst. Ausdauersportarten seien bei den aktuellen Minusgraden ideal.
Bei gleichmäßiger Belastung heize sich der Körper mit der Zeit automatisch ausreichend auf. Das Hauptaugenmerk solle bei Sport im Freien auf adäquater Funktionskleidung liegen, die den Schweiß nach außen transportiert. Zudem seien lange Hosen und eine Mütze beim Training wichtig, so Steinhoff: "Über den Kopf geht sonst viel Körperwärme verloren."
Bislang keine "eisigen" Verletzungen
Das weiß auch Jürgen Klahs, Trainer der Spvg Schwerin, der auf entsprechende Kleidung besteht: "Wir verlängern derzeit die Aufwärmphase und legen Wert auf Spiele aus der Bewegung." Und wenn es besonders kalt ist, könne das Training auch eine Viertelstunde eher beendet sein als üblich.
"Eisige" Verletzungen muss bislang noch keines der vier Bezirksliga-Teams beklagen, wohl aber bekommt der SuS Merklinde eine andere Facette des hartnäckigen Winters zu spüren. Der sportliche Leiter Martin Broll meldet zwar einen bis dato gut bespielbaren, weil gesandeten Kunstrasen. Leider aber auch mehrere kranke Spieler, die für die Rückrunden-Vorbereitung in der Tiefkühltruhe aktuell ausfallen.














