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Heftige Unwetter: Feuerwehr im Dauereinsatz
Von Britta Linnhoff und Andreas Schröter am 27. Juli 2008 10:03 Uhr
DORTMUND Nach dem heftigen Unwetter, das am Samstag weite Teile des Dortmunder Stadtgebietes unter Wasser gesetzt hatte, musste die Feuerwehr am Sonntagmorgen noch die Anwohner von Altenrathstraße in Marten und Wiesengrund in Dorstfeld betreuen. Einige Häuser waren nur mit dem Schlauchboot zu erreichen.
Unwetter
Ein heftiges Gewitter hat in Dortmund und in Teilen von NRW für Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und unterspülte Straßen gesorgt.
Foto: dpa
Der Verkehr am Samstagnachmittag war teilweise zusammengebrochen, selbst die Feuerwehr hatte nach eigenen Angaben große Probleme zu den Einsatzorten durchzukommen. In einigen Stadtteilen fielen Hagelkörner, die so groß waren wie Taubeneier. Betroffen waren vor allem der Dortmunder Westen und Südwesten und der gesamte Süden der Stadt: unpassierbare Straße, Wiesen verwandelten sich in wahre Seenlandschaften.

Einsatzschwerpunkte am Sonntagmorgen waren die Altenrathstraße in Marten under Wiesengrund in Dorstfeld, wo Anwohner teilweise nur in Schlauchbooten zu erreichen waren. Das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter betreuten die Anwohner.

Die Feuerwehr hatte bis gegen 9.30 Uhr 759 Einsätze abgearbeitet, 49 standen noch aus. Am Samstagabend hatten die Einsatzkräfte das Pumpwerk Marten, das Max-Planck-Institut und das Gebäude auf dem Campus Nord der TU, in dem die Fachbereiche Wirtschaft und Informatik untergebracht sind, mit Sandsäcken und Pumpen vor Millionenschäden bewahrt. Hier wie dort bestand die Gefahr, dass Wasser in Serverräume eindrang. Gleiches galt für die Uni-Bibliothek.

Das THW kümmerte sich um die unterirdische S-Bahn-Haltestelle Vogelpothsweg, die ebenfalls mit Wasser vollgelaufen war. Insgesamt waren 145 Kräfte der Berufsfeuerwehr, 250 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und 40 Helfer des Technischen Hilfswerkes im Einsatz. Für den Dienst in der Leitstelle wurden eigens Kräfte geordert, die eigentlich dienstfrei hatten.

BVB - Juve musste abgesagt und verlegt werden

Auch das Freundschaftsspiel zwischen Borussia Dortmund und Juventus Turin fiel dem Wetter zum Opfer. Der Rasen des Signal Iduna Parks war zum See geworden. Zudem stürzten Äste auf die Strobelallee und gefährdeten die Zuschauer, die sich auf dem Weg zum Spiel befanden. Auch wurden ein Bühnendach sowie Teile von mobilen Verkaufsständen, die bereits für die geplante Saisoneröffnungsparty am Sonntag aufgebaut wren, auf die Straße Am Rabenloh geweht. Das Spiel wird am Sonntag um 14.30 Uhr nachgeholt, die Saisoneröffnungsfeier findet erst am 10. August statt.

Weitere Details auch am Montag in den Ruhr Nachrichten.

 
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