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Nach tragischem Unfall im Stadion: Trauer um BVB-Fan
Von Arne Niehörster am 29. Januar 2009 15:22 Uhr
DORTMUND Die 1:2-Niederlage gegen Werder Bremen war am Ende kaum mehr als eine Randnotiz: Nach dem tragischen Tod eines 21-jährigen BVB-Fans aus Olfen im Stadion am Mittwochabend sind die Gedanken der schwarz-gelben Familie bei den Angehörigen.
DFB-Pokal - Tragischer Unfall im Signal Iduna Park
Kerzen stehen für den verstorbenen BVB-Fan am Donnerstag vor einem Treppenaufgang zum Block 13 der Tribüne im Signal Iduna Park in Dortmund.
Foto: dpa
„Wir haben von dem Unglück nach dem Abpfiff erfahren und mit großer Bestürzung reagiert. So etwas überlagert natürlich alles, auch ein Ausscheiden im DFB-Pokal“, sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp und verspricht: „Wir werden am Samstag unseren Beitrag leisten.“

Stürmen in Trauerflor 

Soll heißen: Auflaufen in Trauerflor und stürmen für den gestorbenen Fan. Der hatte kurz vor dem Anpfiff am Mittwoch versucht, über ein Geländer an Block 13 der Südtribüne zu klettern. Dabei war er über sieben Meter in die Tiefe gestürzt und so schwer verletzt worden, dass die Ärzte im Krankenhaus nur noch seinen Tod feststellen konnten. Gestern ist er obduziert worden. Laut Polizei stand er unter Alkoholeinfluss. „Wir schließen Fremdverschulden aus. Es gibt genug Augenzeugen. Die Aussagen decken sich“, erklärt Polizeisprecher Peter Schulz.

Anteilnahme von allen Seiten

Unfall oder nicht – zurück bleibt die Trauer, die zahllose Fans im BVB-Forum zum Ausdruck bringen: „Du bleibst immer einer von uns. Mein Beileid an Familie und Freunde“, schreibt etwa Alex aus Meerbusch. Fan Mephi: „Ich ringe gerade ziemlich um Fassung. Mein herzliches Beileid an die Angehörigen.“ Mortice sagt: „Mein Beileid gilt allen die dich kannten. Ruhe in Frieden.“ Fast minütlich nehmen die Fans im Forum Anteil an der Tragödie. Und wollen wie auch die Profis am Samstag auf der Südtribüne ihre Trauer über das Schicksal des jungen Olfeners zum Ausdruck bringen.

Kein Problem der Sicherheit

Eine aufkeimende Sicherheitsdiskussion für den Signal Iduna Park erstickt BVB-Pressesprecher Josef Schneck sofort im Keim: „Seit 35 Jahren gingen Millionen durch dieses Stadion. Passiert ist so etwas noch nicht. Nirgends gibt es so viele Sicherheitsmaßnahmen wie hier. Niemandem kann man hier einen Vorwurf machen.“ Ein ähnlicher Vorfall ist auch der Polizei nicht bekannt. Sicherheitsbedenken hat auch Klaus Schäfer, Ex-Feuerwehrchef und Gutachter für Versammlungsstätten, keine: „Das Stadion ist sicher. Es entspricht den modernsten Standards. Ein Restrisiko bleibt bei so vielen Menschen auf dem Fleck immer.“ 
 
 
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