Jeanette in den USA: Oh, wie schön ist Florida
DORSTEN In der neuesten Folge ihres Internetblogs für die Dorstener Zeitung erzählt die Dorstener Schwimmerin Jeanette Dietrich vom Kurzurlaub in Florida und ihrer Angst vor Haien, von Weihnachten im Hofbräuhaus und Kräfte zehrenden Trainingseinheiten.
Mit Teamkollegin und Freundin Aly (li.) genießt Jeanette Dietrich einen Bootstrip vor der Skyline Miamis. (Foto: Privat)
Während die meisten von Euch die Weihnachtstage und den Jahreswechsel wohl im kalten Deutschland verbracht haben, habe ich die Sonnenstrahlen Floridas eingefangen! Am 23. Dezember hieß es für mich „Auf Wiedersehen St. Bonaventure und hallo Miami!“
Die Weihnachtstage verbrachte ich mit meiner Schwimmfreundin Julie, mit der ich gemeinsam in Essen schwimme. Auch sie studiert in Amerika und wir haben uns schon lange auf unser gemeinsames, deutsches Weihnachten gefreut. Und es war deutscher als wir erwartet haben, denn gleich am ersten Abend haben wir uns mit zwei weiteren Deutschen angefreundet und innerhalb der nächsten Tage waren wir ein ganzes Rudel Deutscher.
Weihnachten im Hofbräuhaus
So machten wir uns am ersten Weihnachtstag alle zusammen auf in das Hofbräuhaus Miami und genossen mit Käsespätzle und Hefeweizen zwar nicht das traditionellste Weihnachtsessen aber ein durchaus deutsches.
Die nächsten Tage ließen wir uns am „South Beach“ die Sonne auf den Körper strahlen, gingen im Meer schwimmen und spielten Beach Volleyball. Am 27. musste Julie dann los ins Trainingslager und ich verbrachte die folgende Woche weiterhin in Miami bei Aly, einer Freundin und Teamkollegin.
Der Strand jedoch wurde meine neue Heimat und so verwundert es auch nicht, dass ich dort auch in das neue Jahr gestartet bin. Gemeinsam mit zwei Teamkolleginnen, den anderen Deutschen, unseren neuen französischen, italienischen, spanischen und natürlich auch amerikanischen Freunden hatte ich das wohl beste Silvester am Strand von Miami. Direkt am Strand fand ein Musikfestival statt und Stars wie Jason Derulo bescherten uns mit Live-Auftritten einen unvergesslichen Jahreswechsel.
Mit den Haien im Meer
Doch neben Silvester zählten auch die beiden Ausflüge auf dem hauseigenen Boot meiner Freundin zu den absoluten Highlights meiner Ferien. Auf dem besagten Boot ging es aufs Meer hinaus, und wann immer uns danach war, wurde der Anker gelegt und ins Meer gesprungen. Nun ja, mich musste man eher zwingen, ins Meer zu springen, da mir das Meer mit den ganzen Haien nicht ganz geheuer ist. Dennoch war es eine unglaubliche Erfahrung und es kam mir vor wie ein Traum.
Anfang Januar musste ich dann aber schon Abschied von Miami nehmen, doch die Reise war nicht weit, denn es ging ins 30 Minuten entfernte Fort Lauderdale zum Trainingslager. Ich habe mich riesig gefreut, meine Mannschaft wiederzusehen, und wir verbrachten zehn anstrengende, aber auch sehr schöne Tage gemeinsam. Beim alljährlichen Sandburgwettbewerb musste sich mein Team zwar wieder geschlagen geben, doch dafür lief es im Wasser außerordentlich gut für mich.
Zurück im Schnee
Zurück im verschneiten und kalten St. Bonaventure sank meine gute Laune dann jedoch erstmal auf den Tiefpunkt. Die Sonnenstrahlen und der Strand haben mir doch schon gefehlt, doch mit dem Beginn des neuen Semesters blieb nicht viel Zeit zum Trübsal blasen.
Samstag stand dann auch gleich schon wieder ein Auswärtswettkampf auf dem Programm. Diesmal ging es nach Binghamton und wir zeigten eine gute Teamleistung, auch wenn man uns die Erschöpfung der letzten Wochen schon sehr angemerkt hat. Unser großer Wettkampf ist jedoch nur noch vier Wochen entfernt und ich freue mich schon riesig und denke, dass unsere Mannschaft dieses Jahr um einiges besser ist als letztes Jahr.
Ein zweiter 18. Geburtstag
Da wir gerade über Jahre sprechen, auch ich bin wieder ein Jahr älter und nun 21. Da das in Amerika ja der große Geburtstag ist und ich nun alle Freiheiten habe, die ich in Deutschland schon seit langem hatte, fühlt es sich an wie ein zweiter 18. Geburtstag. Dummerweise müssen die Festivitäten aufgrund des anstehenden Wettkampfs aber noch etwas warten, aber wie sagt man so schön: besser spät als nie.
Und wenn ich in vier Monaten dann wieder in Deutschland bin, wird sicherlich mit all meinen deutschen Freunden nachgefeiert.
Bis dahin melde ich mich aber noch mehrmals und wünsche euch allen einen nicht allzu kalten Winter.













