Rudern: Reinhardt holt Bronze
DORSTEN „Attention-Row“ – so lautete am vergangenen Sonntag das Startkommando für knapp 900 Ruderer, die der Einladung der Kettwiger RG zum 17. Indoor Cup des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes gefolgt waren.
Charlotte Reinhardt bekam während des Rennens Hilfe von Trainer Mark Osborne. (Foto: Tewes)
Auch der Ruderverein Dorsten ließ sich den Auftakt zur Rudersaison 2012 nicht nehmen und schickte sieben Athleten ins Rennen. Die meisten davon bei den Junioren B. In dem starken Feld aus 70 Ruderern verpasste Niklas Heier auf der 1500m-Distanz das Finale der besten zehn mit einer Zeit von 4:52,90 Minuten nur knapp, verbesserte seine persönliche Bestleistung aber gleich um fünf Sekunden. Ärgerlich nur, dass er sich im Vorjahr mit dieser Zeit locker für den Endlauf qualifiziert hätte.
Neue Bestzeiten
Ebenfalls persönliche Bestzeiten erreichten Malte Enbergs und Christopher Reinhardt bei ihrem ersten Auftritt als Junioren B. David Schult musste dem Trainingsprogramm der letzten Wochen Tribut zollen und bestätigte seine Fortschritte nicht ganz. Angeschlagen ging auch Benedikt Müller ins Rennen. Der Landes- und Deutsche Meister aus 2011 startet in diesem Jahr erstmals im U19 Bereich und war nach einer Erkältung noch nicht wieder ganz auf der Höhe.
Besser lief es dann in den Läufen am Nachmittag. Zunächst glänzte Cedric Kulbach bei den leichten Männern. Er fuhr auf der 2000m-Distanz seine Bestzeit und macht sich nun Hoffnungen auf einen Bootsplatz in einem regionalen Großbootprojekt.
Dorstens U15-Kindertruppe vertrat Malte Tewes. Auch er ruderte auf der 1000m-Strecke mit 3:46,90 Minuten seine persönliche Bestzeit und wurde Siebter in seinem Lauf.
Dass sie sich auf dem Ruderergometer wohl fühlt, zeigte Charlotte Reinhardt wieder einmal eindrucksvoll. Dass sie das „heißeste Eisen“ der Dorstener in diesem Jahr ist, wusste das Trainertrio um Ulrich Wyrwoll, Mark Osborne und Sebastian Schmelzer schon vorher, doch hatte starke Konkurrenz aus Essen und Neuss ebenfalls gemeldet. Als Ziel hatte man eine Medaille bei der Deutschen Ergometermeisterschaft ausgegeben. Ambitioniert, aber möglich. Stärkste Konkurrentin sollte Alexandra Höffken auf Neuss werden, die noch im Januar zusammen mit Charlotte im Trainingslager war.
Kreislaufzusammenbruch
Vom Start weg setzte sich Charlotte ab, wurde jedoch nach gut 1000 Metern von der starken Neusserin abgefangen, die dem hohen Tempo dann aber nach 1250 Metern Tribut zollen und das Rennen nach einem Kreislaufzusammenbruch aufgeben musste.
Charlotte zeigte sich von den Geschehnissen auf dem Nachbar-Ergometer unbeeindruckt und ruderte zum Sieg. Die Zeit von 7:01,70 Minuten reichte auch zum angepeilten dritten Platz bei der Deutschen Ergometermeisterschaft.













