ECCE: Kreativ-Projekte werden trotz fehlender Nachfrage gefördert
DORTMUND Das mit Fördergeldern finanzierte "European Centre of Creative Economy" (Ecce) ist für Kritiker eine Verschwendung von Steuergeldern, für die Verantwortlichen ein Vermittler zwischen Kultur und Wirtschaft. Wir haben uns die Kreativ-Projekte anlässlich des Besuchs von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin genauer angesehen.
NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (Mitte) besuchte gestern das »european centre for creative economy« (Ecce) im Dortmunder U und informierte sich über den Stand der Kultur-und Kreativwirtschaft Ruhr. Begleitet wurde er von Stadtdirektor Jörg Stüdemann (l.) und Ecce-Geschäftsführer Prof. Dieter Gorny. (Foto: Dieter Menne)
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1,6 Millionen Euro für Projekte
In Dortmund ist das Union-Viertel ums Dortmunder U ein solches Kreativ-Quartier. Das lässt sich das Land einiges kosten. Das Ecce (15 Mitarbeiter) erhält für 2013/2014 600.000 Euro an Betriebskosten und bekam zudem für mehrere Projekte 1,6 Millionen Euro bewilligt, darunter für die alternative Immobilien- und Servicedatenbank „kreativquartiere.de“ und die Web-TV-Plattform „Labkultur.TV“.
Allerdings musste Ecce-Geschäftsführer Prof. Dieter Gorny auf Nachfrage einräumen, dass die seit Juni 2012 laufende Immobiliendatenbank kaum angenommen wird. Für Dortmund sind gerade mal 14 Immobilien-Angebote eingestellt. Gesuche gibt es gar keine.
Es sei „nicht üblich, in der Ergebnismenge zu suchen“, meinte Gorny dazu. Und: Man könne so etwas nur anbieten, wenn das nicht genutzt werde . . . „In Holland klappt das“, fügte er hinzu.
Auch wenn der Etat dafür drastisch zurückgefahren wird – auf 300 000 Euro in diesem und 150.000 Euro im nächsten Jahr – in das „Labkultur.TV“ sind bereits mehr als zwei Mio. Euro geflossen.
Ecce hat seinen Ursprung in der Kulturhauptstadt RUHR.2010 und war anfangs ein Institut. Die Stadt Dortmund war zunächst Alleingesellschafter der späteren GmbH, inzwischen wollen die Kommunen mit Kreativ-Quartieren sich beteiligen.





































